Da wohnt ein Sehnen tief in uns…

Konfirmandinnen und Konfirmanden gestalten Bußtags-Gottesdienst

Manchmal ist alles einfach nur zum Weglaufen.
So wie damals beim biblischen Propheten Jona. – Oder: Hast Du noch Träume?

Einige unserer Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich in den vergangenen Wochen mit der Geschichte von Jona, dem Wal, der Stadt Ninive und dem Rizinus beschäftigt – und ihr eigenes Leben mit dieser alten Erzählung ins Gespräch gebracht.

Mit ihren Gedanken, Fragen und Einsichten gestalteten sie den diesjährigen Abendgottesdienst zum Buß- und Bettag. Und ließen die Handschuhsheimer Friedensgemeinde zu Ninive werden: Was würdet Ihr tun, wenn Euch angekündigt wird, dass in 40 Tagen der Untergang droht?

Auf langen weißen Tafeln schrieben es große und kleine Gottesdienstbesucher auf:

Was zerstört das gute Leben?

Wie kann ich die Welt zu einem besseren Ort machen?

Wo sehe ich Hoffnung?

Bilder eines stillen, aber eindringlichen Bußtagsgottesdienstes.

Fotos: (c) Bauerochse

Ganz große Liebe

Zwei Filme übers Altwerden und bedingungslose Zuneigung

10. Europäisches Filmfest der Generationen in der Friedenskirche

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Friedensgemeinde am Europäischen Filmfest der Generationen. Gezeigt werden zwei zutiefst anrührende Filme über das Altwerden und die große Liebe.
Beide Filme sind eingebettet in die Veranstaltungsreihe „Demenz“ in der Friedensgemeinde. Im Anschluss an die Vorführungen gibt es ein Nachgespräch mit Angehörigen von Betroffenen und mit Menschen, die mit an Demenz Erkrankten und ihren Angehörigen arbeiten.

Am Dienstag, 22. Oktober, um 15 Uhr der Film „Für immer Dein“ (Kanada 2013)

Craig und Irene Morrison, beide über 80 Jahre alt, sind seit über sechs Jahrzehnten glücklich verheiratet. Sie haben sieben Kinder großgezogen und eine Farm im ländlichen Ontario bewirtschaftet, die sie bis heute noch führen. Doch als Craig bemerkt, dass Irenes geistige und körperliche Beschwerden zunehmen und ihre »Glückssträhne« enden könnte, beschließt er, in Eigenregie ein kleines, bedarfsgerechtes Häuschen auf deren Grundstück zu bauen. Er will seiner Frau damit ein letztes großes Geschenk machen und sieht in diesem ehrgeizigen Plan seine ganze Lebensaufgabe. Allerdings hat er nicht mit den Widrigkeiten der Bauaufsichtsbehörde gerechnet und auch nicht mit dem Unverständnis seiner Kinder, die sich für ihre Mutter eine konventionelle Pflege wünschen.


Weitere Infos hier auf der Seite des Europäischen Filmfestivals der Generationen


Am Donnerstag, 24. Oktober, um 20 Uhr der Film „Vergiss mein nicht“ (Deutschland 2012)

Der Filmemacher David Sieveking nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise seiner Familie. Seine Mutter Gretel leidet an schwerer Demenz. Um seinem Vater etwas Last von den Schultern zu nehmen, zieht er für einige Wochen wieder bei seinen Eltern ein, um seine Mutter zu pflegen, während sein Vater Malte neue Kraft tankt. Dabei begleitet er die Pflege und das Leben seiner Mutter mit der Kamera. Trotz der Krankheit verliert sie nicht ihren Lebensmut und steckt damit auch ihn an. Durch ihre offene und ehrliche Art lernt David seine Mutter noch einmal ganz neu kennen. Durch den Film setzt er ein Mosaik seiner Familiengeschichte zusammen, das als Dokumentation einer Krankheit gedacht war und sich zu einem Liebesfilm entwickelte.


Weitere Infos hier auf der Seite des Europäischen Filmfestivals der Generationen

Sie haben die Wahl!

Ihre Stimme jetzt für den neuen Ältestenkreis

Kürzlich haben alle Mitglieder der Friedensgemeinde Post bekommen: Die Unterlagen für die Kirchenwahlen zum 1. Advent 2019.

Jetzt sind Sie gefragt!

Die Kandidatinnen und Kandidaten hoffen auf Ihre Unterstützung. Und die Friedensgemeinde hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung. Damit die neuen Kirchenältesten sich wirklich als Vertreter der vielen Menschen in der Friedensgemeinde verstehen können.
Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!
Und laden Sie auch andere ein, sich an der Wahl zu beteiligen.


Die Kirchenwahl findet als reine Briefwahl statt.
Bis zum ersten Adventssonntag (1. Dezember 2019) muss Ihr Wahlbrief beim Gemeindewahlausschuss ankommen.
Sie können den Wahlbrief in den Briefkasten des Pfarramtes einwerfen, dort persönlich abgeben, in einen der aufgestellten Wahlbriefkästen einwerfen oder (bitte ausreichend frankiert) per Post an das Pfarramt schicken.

Hier können Sie sich ein Bild machen, wer sich für Sie zur Wahl stellt.


Folgende Mitglieder der Friedensgemeinde stellen sich zur Wahl:

Irmgard Behler
59 Jahre, Juristin, verheiratet


Ich bin Juristin und arbeite als Landesbeamtin in der Ordnungsverwaltung des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Die Wahrnehmung von Führungsaufgaben ist mir vertraut.
In Heidelberg wohne ich seit 1979, in Handschuhsheim seit 1984. Seit etwa vier Jahren singe ich im Kirchenchor mit und bin dadurch der Gemeinde und Kirche näher gekommen.
Da ich aus einem Musikerhaushalt stamme, bin ich sehr an dem kirchenmusikalischen Leben der Friedensgemeinde interessiert. Ich kann mir aber auch vorstellen, mich in andere Bereiche der kirchlichen Aufgaben einzubringen.

Sabine Falkenhahn
60 Jahre, Ergotherapeutin verheiratet, 4 erw. Kinder

Wir leben seit etwa 30 Jahren in Handschuhsheim, vorher war ich in Bremen als Ergotherapeutin tätig. Seit wir in Heidelberg leben, fühle ich mich mit der Gemeinde der Friedenskirche verbunden – über die Chöre, viele Jahre Kindergottesdienstarbeit und die Gottesdienste.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass das lebendige Miteinander der Gemeinde weiterhin besteht, dafür braucht es viele Engagierte. Miteinander Glauben und Gottvertrauen teilen, hilft mir, mich den Fragen und Aufgaben zu stellen, die für die Zukunft der Kirche, aber auch für unsere Mitwelt so wichtig sind.

Steffen Friedl-Schneider
49 Jahre, Betriebswirt, verheiratet, 3 Kinder

Für meine Kandidatur als Kirchenältester ist mir wichtig, dass ich mit aktiver Unterstützung unserer Friedensgemeinde etwas zurückgeben kann: Eine Gemeinde funktioniert nur durch das Engagement ihrer Mitglieder an den vielfältigsten Stellen. Aufgrund meines Studiums der Betriebswirtschaftslehre (und davor der Musikwissenschaft) liegen meine Kompetenzen naturgemäß in den Bereichen Finanzen, Organisation und Strukturen – und meine Liebe gilt der Kirchenmusik.
Als Kirchenältester freue ich mich daher auf meinen Anteil an der Verantwortung für eine weiterhin lebendige, gemeindenahe, weltoffene, engagierte und musikalische Friedensgemeinde.

Dr. Peter C. Heesch
67 Jahre, Jurist, verheiratet, 2 Kinder

Nach Ausbildung zum Bankkaufmann und Juristen war ich beruflich bei einer Bank und danach bei einem Maschinenbauunternehmen tätig und bin seit 2017 im Ruhestand. Seitdem bin ich Mitglied im Ältestenkreis, und hier insbesondere im Fundraising- und im Finanzausschuss tätig; hier kann ich meine beruflichen Erfahrungen und kaufmännischen/ juristischen Kompetenzen gut einbringen. Das Engagement macht mir Freude. Als ich 2017 auf die Mitgliedschaft im Ältestenkreis angesprochen wurde, weil zwischen zwei Kirchenwahlen ein Mitglied ausgeschieden war, habe ich spontan zugesagt, weil ich den Dienst an der christlichen Gemeinschaft für sinnvoll und wichtig halte.

Tobias Just
44 Jahre, Wissenschaftsmanager, ledig

Zugewandt, offen, kreativ und engagiert – so erlebe ich die Friedensgemeinde. Das ist Kirche, wie ich sie mir wünsche und zu der ich beitragen möchte. Durch meine berufliche Tätigkeit am Marsilius- Kolleg der Universität beschäftige ich mich viel mit aktuellen Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft. Dass wir als Kirche vor Ort uns auch mit diesen Fragen beschäftigen, uns informieren, zuhören, mit diskutieren, gemeinsam reflektieren und Position beziehen, ist mir ein Anliegen. Wichtig sind mir auch der diakonische Auftrag und ganz besonders die Kirchenmusik, die mein Leben mitgeprägt hat.

Sabine Kirschfink
63 Jahre, Lehrerin, verheiratet, 2 erw. Kinder

Nach 18 Jahren Mitarbeit im Ältestenkreis ist mir das Mitgestalten der
Gemeindearbeit auch weiterhin eine Herzensangelegenheit, die ich gerne weiterführen möchte. Ich möchte gemeinsam mit anderen etwas auf den Weg bringen, was Menschen zusammenführt und unsere Gemeinde in all ihrer Vielfalt und ihren Stärken erfahrbar werden lässt. Neben der Mitarbeit bei der Gestaltung besonderer Aktivitäten des Kirchenjahres sind mir Angebote besonders wichtig, bei denen kirchennahe und kirchenferne Gemeindemitglieder, auch generationsübergreifend, gute Erfahrungen mit Kirche machen können.

Dr. Armin Klein
61 Jahre, Organisationsberater, verheiratet

Obwohl ich seit 30 Jahren in der Nähe der Friedenskirche wohne, bin ich erst in den letzten Jahren über das Chorsingen Teil und Mitglied der Gemeinde geworden. Ich habe erfahren, wie stark diese Gemeinschaft von Menschen ist, die – bei aller Unterschiedlichkeit – Überzeugungen teilt und ihr Zusammenleben gestaltet. Die großen Veränderungen unserer Gesellschaft sind eine Herausforderung für die Zukunft unserer Gemeinde. Wie gehen wir mit diesen Veränderungen um? Wie gewinnen wir neue Mitglieder und halten die, die noch da sind? Das sind Fragen, für die ich mich mit meiner Erfahrung darüber, wie sich Gemeinschaften weiterentwickeln (lassen), einsetzen will.

Gerlinde Klein
61 Jahre, Verlagsredakteurin, ledig

Meine Aufgaben im Ältestenkreis liegen zurzeit im Technik-Team, Fundraising-Team, Ökumene-
Arbeitskreis und in der Stadtsynode als gewählte Synodale. Nach 18 Jahren als Kir-
chenälteste durfte ich viel erleben und erfahren und möchte daher gerne weiterhin meine Pfarrerin und meinen Pfarrer in ihrem Amt unterstützen, indem ich regelmäßig und aktiv an den Gottesdiensten teilnehme und diese mitgestalte. Wichtig für die Zukunft ist für mich ein gutes, fürsorgliches, generationen-übergreifendes Miteinander, hier könnte der Ausbau des Fundraisings die richtige Ausgangsbasis sein.

Heike König
56 Jahre, Einkäuferin PKW, 1 erw. Tochter

Ich war hier bereits von 1999 bis 2013 Älteste und die Friedenskirche bedeutet für mich Heimat in Handschuhsheim, wo ich seit 1989 lebe. Ich bewerbe mich um das Amt als Älteste, weil ich gerne mit darüber nachdenken möchte, wie wir als Kirche in Handschuhsheim weiterhin einladend für viele Menschen sind. Und ich packe gerne zu, ob in der Küche bei den Festen, beim Kirchencafé oder beim Obdachlosenfrühstück. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie. Mehrmals im Jahr fahren wir alle zusammen ins Allgäu. In den Bergen wandern, radeln, Skifahren, dabei kann ich am besten Kraft tanken. Ich freue mich sehr auf die Mitarbeit in der Gemeinde.

Lizette Labee
47 Jahre, Ergotherapeutin, verheiratet, 3 Kinder

Mit meiner Familie bin ich 2002 zur Friedensgemeinde gestoßen, habe dort viele Freunde und Bekannte gewonnen und bin ihr auch nach meinem Umzug nach Dossenheim treu geblieben. Die Gottesdienste, die Begegnungen und die Arbeit in der Gemeinde sind eine Bereicherung und ein wertvoller Ausgleich zum Beruf. Viele Jahre habe ich mich bei Krabbel- und Kindergottesdiensten engagiert. Nachdem meine Kinder diesem Alter entwachsen sind, suche ich nach neuen Feldern, um mich in der Gemeinde zu engagieren. Es ist mir wichtig, dass wir eine vielfältige Gemeinde sind, in der unterschiedlichste Menschen Gemeinschaft erfahren.

Albrecht Mentz
61 Jahre, Sozialpädagoge, verheiratet, 3 erw. Kinder

In den vergangenen zwölf Jahren habe ich mich als Mitglied des Ältestenkreises immer dort eingebracht, wo ich das Gefühl hatte, helfen zu können. Häufig hatte das etwas mit dem Thema Finanzen zu tun, etwa im Finanzausschuss oder beim Kuratorium der Nachbarschaftshilfe. Hier kommen mir meine Kenntnisse und Erfahrungen aus meiner beruflichen Tätigkeit bei der Stadt Heidelberg zugute, wo ich unter anderem für Finanzen verantwortlich bin. In diesem Sinne möchte ich mich auch in den kommenden sechs Jahren gerne weiter engagieren.

Daniel Reinhardt
52 Jahre, Pressesprecher Finanzen, verheiratet, 3 Kinder

Kirche ist für mich ein Ort, um Menschen zusammenzubringen. An der Friedenskirche gelingt das besonders gut. Wichtig erscheint mir diese Aufgabe, weil ich in meinem Umfeld beobachte, wie viele Menschen immer weniger echte, persönliche Kontakte miteinander haben. Deshalb trage ich gerne dazu bei, die Friedenskirche als einen Ort der guten Gemeinschaft zu erhalten und auszubauen. Insbesondere meine beruflichen Erfahrungen können dafür zuträglich sein.

Margit Seppich
52 Jahre, Steuerfachgehilfin, verheiratet, 2 erw. Kinder

Mit einer dreijährigen Unterbrechung gehöre ich dem Ältestenkreis bereits seit 2004 an und habe nach wie vor große Freude daran, in der Friedensgemeinde mitzuarbeiten und mitzugestalten. Mein Motto war und ist es immer noch, da zu helfen und einzuspringen, wo es nötig ist. Sei es während des Gottesdienstes und danach, bei Gemeindefesten und anderen Veranstaltungen mit der Organisation und Durchführung. Gelegenheiten dafür gibt es immer. Auch ist es mir wichtig, mit allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut zusammenzuarbeiten.

Dr. Gottfried Sigel
54 Jahre, Arzt, verheiratet, 2 Kinder

Seit 2013 bin ich im Ältestenkreis aktiv und mir macht das Mitgestalten des Gemeindelebens in der Friedenskirche viel Freude, u.a. Mitwirken im Gottesdienst, Bauausschuss, Finanzausschuss. Ich denke, wir konnten als Team Positives für die Gemeinde bewirken. Mein bisheriges Engagement im ehrenamtlichen Leitungsgremium unserer Gemeinde verstehe ich als Unterstützung für das professionelle Pfarrteam.  Dabei möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Gemeinde so lebendig, vielfältig  und offen bleibt, wie ich sie bisher erlebt habe. Nun wird ein neuer Ältestenkreis neue Akzente setzen. Ich bin gespannt auf die Aufgaben und Herausforderungen, die sich dann ergeben werden. 

Barbara Stockert
66 Jahre, Lehrerin i.R., verheiratet, 3 erw. Kinder

Seit zwölf Jahren gehöre ich dem Ältestenkreis an, da ich das Leben in unserer Gemeinde gerne aktiv mitgestalten und Verantwortung für ein gutes Miteinander übernehmen möchte. Während der letzten zwölf Jahre beteiligte ich mich an den Gottesdiensten durch Lesung, Abkündigungen und durch das Austeilen der Abendmahlsgaben. Weiterhin gehörte ich dem Kuratorium der Nachbarschaftshilfe an, weil ich deren Arbeit schätze und dem Ökumenekreis, denn die  gute Zusammenarbeit der beiden Konfessionen ist mir sehr wichtig. Die Arbeit als Kirchenälteste hat mir in den vergangenen Jahren Freude bereitet, deshalb stehe ich für dieses Amt weiterhin gerne zur Verfügung.

Die Kirchenwahl findet in diesem Jahr als Briefwahl statt. Nähere Informationen zum Wahlverfahren auch demnächst hier.

Friedensgemeinde wählt!

Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten

Am ersten Adventssonntag (1. Dezember 2019) wählt die Friedensgemeinde einen neuen Ältestenkreis. Dieses Leitungsgremium der Gemeinde besteht aus 15 gewählten Gemeindegliedern sowie Pfarrerin und Pfarrer. 

Der Ältestenkreis der Gemeinde ist verantwortlich für die Organisation und Gestaltung des kirchlichen Lebens sowie für die Verwaltung des Budgets der Gemeinde. 

Im Rahmen einer Gemeindeversammlung stellen sich die Frauen und Männer vor, die für den neuen Ältestenkreis kandidieren. So können Sie sich ein eigenes Bild machen, Fragen stellen und ins Gespräch kommen.

Gemeindeversammlung 

am Sonntag, 20. Oktober,
um 17:00 Uhr im Gemeindehaus an der Friedenskirche

Friedensgemeinde wählt – Kandidat*innen gesucht

Infoabend in dieser Woche

Am ersten Adventssonntag (1. Dezember) wählt die Friedensgemeinde einen neuen Ältestenkreis. Dieses Leitungsgremium der Gemeinde besteht aus 16 gewählten Gemeindegliedern sowie Pfarrerin und Pfarrer. 

Der Ältestenkreis der Gemeinde ist verantwortlich für die Organisation und Gestaltung des kirchlichen Lebens sowie für die Verwaltung des Budgets der Gemeinde. 

Dazu suchen wir Kandidatinnen und Kandidaten, die Lust und Freude am gemeinsamen Gestalten und Organisieren haben, die miteinander darüber nachdenken, wie das reichhaltige Gemeindeleben abwechslungsreich, einladend und lebendig bleibt. 

Sind Sie interessiert? Wenn Sie sich näher informieren wollen, was zu den Aufgaben des Ältestenkreises gehört und was es bedeutet, Älteste oder Ältester zu sein, dann sind Sie herzlich eingeladen zu einem 

Informationsabend  
an diesem Donnerstag, 19. September
um 19:30 Uhr im Gemeindehaus an der Friedenskirche. 

Und wenn Sie jemanden für die Wahl vorschlagen möchten: Wahlvorschläge können von allen Gemeindegliedern bis zum 28. September 2019 im Pfarramt eingereicht werden.
Die Formulare hierzu liegen in der Kirche aus oder können hier heruntergeladen werden.

Passion: Auch die Glocken halten still

Von Martina Reister-Ulrichs

Eine Glocke der Friedenskirche. Ab heute schweigt sie

Die Glocken schweigen. Zum letzten Mal läuten Sie heute Abend um 19.00 Uhr den Gottesdienst zum Gründonnerstag ein. Wir treffen uns zu einem gemeinsamen Abendessen in der Kirche. Wo sonst Menschen in Stuhlreihen das gottesdienstliche Geschehen verfolgen, sind lange Tische festlich gedeckt. Käse und Oliven, Trauben und Datteln, Brot, Wasser und Wein. So soll es sein. Wie an dem Abend, an dem Jesus verraten wurde.

Ein denkwürdiger Abend. Die Passionsgeschichte beginnt. Jesus nimmt Abschied. Und er schenkt seinen Jüngern eine neue Form seiner Gegenwart. Bis zum heutigen Tag versuchen wir, ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen und die Worte und Gesten jenes Abends zu begreifen: Dieses Brot, es ist mein Leib. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Tut dies zu meinem Gedächtnis. Die Geschichte des Abendmahls beginnt. Auch wir feiern das Abendmahl zur Erinnerung an diesen Abend.

Die Glocken schweigen, wenn wir auseinandergehen. Eine lange Nacht beginnt. Während wir schlafen wie die Jünger am Ölberg, wird Jesus verraten, verhaftet, verleugnet. Verspottet, gefoltert und zum Tode verurteilt. Wenn wir am Karfreitag um 10.00 Uhr wieder in der Kirche zusammen kommen, gedenken wir der Todesstunde, in der Jesus am Kreuz hängt und stirbt. Eines der eindrücklichsten Passionsbilder wird uns vor Augen führen, was da geschehen ist: Das Altarbild des Isenheimer Altars von Lucas Cranach. Wir setzen uns dem aus. Wir schauen genau hin. Und wir feiern im Abendmahl das Unbegreifliche, dass Christus für uns gestorben ist.

Nach dem Gründonnerstags-Gottesdienst schweigen die Glocken über Handschuhsheim

Die Glocken schweigen noch immer. Sie schweigen den ganzen Tag und die ganze Nacht und noch einmal einen ganzen Tag und eine ganze Nacht. Jesus wird begraben. Die Jünger sind geflohen und in alle Winde zerstreut. Die Frauen seines Lebens weinen. Die ganze Welt hält den Atem an. Hinab gestiegen in das Reich des Todes. So sagen wir im Glaubensbekenntnis.

Dann kommt der Ostermorgen. Vor Sonnenaufgang müssen Sie sich aufmachen, wenn Sie mit uns dem Wunder begegnen wollen. Vor der Kirche brennt schon das Osterfeuer. Die Kirche selbst liegt im Dunkeln. Noch schweigen die Glocken. Um 5.30 Uhr betreten Frauen den Raum. Sie kommen von weit. Sie kommen von dort, wo ein Engel ihnen Unglaubliches verkündet hat. Die brennende Osterkerze lässt ahnen, was geschehen ist, was geschehen wird: Christus, das Licht! ruft eine Stimme. Gelobt sei Gott! antwortet die Gemeinde. Drei Mal, weil einmal gewiss nicht genügt, um es zu begreifen. Das Licht breitet sich aus, vertreibt die Dunkelheit, Sie halten es selbst in Händen. Christus, das Licht. Wir hören die Lesungen vom Licht am Schöpfungsmorgen, vom Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei, von Gottes belebendem Geist auf den Totenäckern der Welt. Sie bereiten den Boden für das, was kommt. Für den, der kommt.

Die fünf Glocken der Friedenskirche

Dann setzen die Glocken ein. Eine nach der andern, volles Geläut. Sie läuten die Auferstehung ein, den Sieg des Lebens über den Tod, sie tragen die Botschaft in alle Welt hinaus: Christ ist erstanden von der Marter alle. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Halleluja!

Und dann läuten sie wieder. Die Gebetsglocke, wenn das Vater unser gebetet wird. Die Segensglocke, wenn Menschen gesegnet werden. Die Totenglocke, wenn Menschen begraben werden. Die Mittagsglocke, wenn der Tag seiner Höhe nah ist und zum Frieden mahnt. Die Abendglocke, wenn der Tag sich neigt und die Lasten leichter werden. Und alle Glocken, wenn wir Gottesdienst feiern, jeden Sonntag um zehn, jeden Sonntag aufs Neue, jeden Sonntag ein kleines Osterfest, jeden Sonntag Auferstehung.

Hörst du nicht die Glocken? Hör sie nach Ostern ganz neu. Hör, wovon Sie künden. Hör, woran sie Dich erinnern und wozu sie Dich rufen. Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

Frühlingsgefühle

Die Gemeinde-Rikscha bewegt – und braucht Ihre Stimme!

Die Gemeinde-Rikscha startet in ihren ersten Frühling! Sommer, Herbst und Winter liegen schon hinter uns. Wir trotzten Regen und Kälte, beugten uns zeitweilig der Hitze, waren aber mit unseren Fahrten stets auf der Sonnenseite, so positiv sind die Erinnerungen. In jeder Hinsicht ist die Gemeinde-Rikscha eine Bereicherung – und zwar für Fahrer und Passagiere.

Jetzt bewirbt sich die Friedensgemeinde um den Preis „Gemeinde 2019“ der evangelischen Monatszeitschrift chrismon. Dort werden innovative Gemeindeprojekte aus ganz Deutschland vorgestellt. Neben einer Jury entscheidet vor allem das Publikum, welches Projekt den Preis erhält.


Deshalb: Stimmen Sie ab für die Friedensgemeinde! Unterstützen Sie unser Rikscha-Projekt! Hier geht’s direkt zur Abstimmung

Wir Fahrer hören Geschichten über Handschuhsheim, Heidelberg und die Welt. Wir dürfen Orte mit anderen Augen sehen: „Ah, die Wasserschachtel, da habe ich Schwimmen gelernt.“ Gemeint ist die Neckar-Ausbuchtung nördlich der Theodor-Heuss-Brücke zu Beginn der Neckarwiese. Oder: „Na, das ist ja das Neubauviertel…“ Gemeint ist die Bebauung Burgstraße nördlich ab Biethsstraße. Dem Fahrer, der 50 Jahre jünger als sein Passagier ist, erschließt sich plötzlich eine ganz andere Welt, Stadtgeschichte in ihrer schönsten Form!

Vor allem die Spazierfahrten standen im Vordergrund. Regelmäßig donnerstags waren Bewohner des St.Hedwigs-Hauses unterwegs und freitags die aus dem Haus Philippus. Sie besuchten das Feld, den Neckar. Schauten, wie sich Handschuhsheim verändert hat. Genossen den Graham Park oder wollten auch mal eine Rundfahrt durch die neue Bahnstadt. Oft ließen sie sich einfach bei netten Gesprächen den Wind um die Nase wehen. Auch die kurzen Transportfahrten zum Friseur, zur Bank, zum Arzt oder zur Physiotherapie fanden stets gut gelaunt und heiter statt. Hochzeitspaare ließen sich mit der Rikscha kutschieren, Geburtstags- oder Überraschungsfahrten wurden angefragt.

Ein eindrückliches Erlebnis waren die Touren für die Hospizgruppe im St. Hedwig-Haus. Den Bewohnern zu ermöglichen, noch einmal raus zu kommen, Zeit für innige Gespräche zu haben, den Schatten im Botanischen Garten zu genießen, im Grünen zu sein, Abschied zu nehmen und dabei vielleicht auch Frieden zu schließen.

Und immer wieder wurde deutlich, wie flexibel man mit der Gemeinde-Rikscha ist. Diese Nähe zum Geschehen war es dann häufig auch, was die Menschen im doppelten Wortsinn bewegte. Kein Auto fährt durch den Botanischen Garten oder hält mal eben am Wegesrand um das Schauen zu ermöglichen. Kein Taxi fährt so dicht vor die Tür. Unsere Rikscha hat den Vorteil, dass sie den Status „Fahrrad“ hat und daher auch überall dort, wo es breit genug ist, fahren darf.

Dienstags profitieren die Teilnehmer des Spiel- und Seniorenkreises von der Rikscha und lassen sich bei einem netten Pläuschchen nach Hause bringen. Spontanfahrten waren noch nicht so häufig, aber da unser Fahrerteam mittlerweile auf 7 Personen angewachsen ist, bringt auch hier der Frühling sicher Neues.

Auf jeden Fall können alle Spender gewiss sein, dass sie sehr viel Freude und Dankbarkeit schenken. In diesem Sinne treten wir auch weiterhin mit viel Freude in die Pedale!

Text und Fotos: Axel Schimpf