Gemeinschaft bewahren – Digitales entwickeln

Ältestenkreis entwirft Zukunftsbild der Friedensgemeinde

Im Januar wurde der neugewählte Ältestenkreis in sein Amt eingeführt. Jedes Mitglied brachte eigene Ideen in das Leitungsgremium der Friedensgemeinde mit, doch die Corona-Krise sorgte zunächst dafür, dass in Online-Sitzungen vorrangig das Gemeindeleben unter Pandemiebedingungen gestaltet und organisiert werden musste. Für ein gemeinsames Kennenlernen, für den Austausch von Ideen, Visionen, Träumen und persönlichen Zielen im Amt blieb wenig Zeit. Um so schöner war es, dass am dritten Oktoberwochenende die lange geplante Ältestenklausur in Rastatt stattfinden konnte.

Zwei Tage lang nahmen sich die 15 gewählten Ältesten mit Pfarrerin Martina Steinbrecher und Pfarrer Gunnar Garleff Zeit, um sich über ihre Kirchenbilder auszutauschen. Verschiedenste Perspektiven wurden eingenommen, denn Kirche lebt aus der Vielfalt der Menschen. Und diese Vielfalt spiegelt sich auch im Ältestenkreis wider. Nach einem biographischen Einstieg mit Blick auf die eigene kirchliche Sozialisation und einem paarweisen Austausch auf einem Spaziergang, wurde das Erlebte und Gehörte in vier Kirchenbildern kreativ umgesetzt.

Kunstwerke regten zur Deutung an.

Ein weiterer Arbeitsschritt war die Betrachtung von gesellschaftlichen Erwartungshaltungen an Kirche. Einige Gruppen wurden exemplarisch untersucht: die Senioren, die Obdachlosen, die (kirchlich) Unerreichten und Erwartungslosen, die Lokalpolitik, die Suchenden, die Gottesdienstbesucher, die Mitglieder anderer Religionen. Die Leitfragen: Welche Gruppen erwarten/beeinflussen die Kirche? Was sind die Erwartungen und Anforderung der einzelnen Gruppen an Kirche?

Da Kirche nicht nur von den Erwartungen der Gesellschaft geprägt ist, sondern auch in ihrer eigenen biblisch-theologischen Tradition gründet, lenkte Pfarrer Gunnar Garleff in einem kurzen Referat den Blick auf die biblischen Kirchenbilder und die aktuellen kirchlichen Strukturdebatten. Anschließend wurde das Gehörte von den Ältesten intensiv diskutiert.

War der erste Tag eher allgemein von der Schärfung des eigenen Bildes der Kirche in der Gesellschaft geprägt, so fokussierte sich der Ältestenkreis am zweiten Tag auf die Friedensgemeinde. Die Wahrnehmung dessen, was im Kontext der Friedensgemeinde stattfindet und wie viele Menschen in unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Vernetzungen die Gemeinde gestalten, erstaunt immer wieder. Da aber auch der neugewählte Ältestenkreis nicht angetreten ist, um das Bestehende nur zu verwalten, sondern auch Zukünftiges auf den Weg zu bringen, wurde er noch einmal kreativ. Im Mittelpunkt der Gespräche stand dabei immer wieder die Frage der Digitalisierung und der Öffnung der Gemeinde hin zur Stadtteilbevölkerung.

Am Ende der vielen Gesprächsrunden war sich das Gremium einig, dass die v.a. auch in der Corona-Zeit entwickelten digitalen Angebote und Kommunikationswege weiterentwickelt werden müssen, dass sie aber immer nur eine Ergänzung zu den analogen, präsentischen Formen des Gemeindelebens sein können. Letztere wiederum sollen sich vermehrt auch außerhalb der Kirchenmauern finden lassen. Die Friedensgemeinde der Zukunft wird sich auf dem Weg zu den Menschen manchen und die Friedenskirche als sicheren Hafen nutzen.

Derartige Klausurtagungen münden meist in Do Listen voller Ziele, die spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sind (SMART). Deren Formulierung geht meist leicht über die Lippen und führt schnell zu einem Zwang, die eigene Arbeit an den Zielen zu messen. In Rastatt verzichtete der Ältestenkreis auf derartig Zielformulierungen, vielmehr standen am Ende eine geschärftes Bild einer offenen, kooperativen und digitaler werdenden Friedensgemeinde, die in der Lage ist, die jeweiligen Herausforderungen der Gegenwart kreativ zu gestalten und dabei ihre bewährten Arbeitsfelder stärken wird.

Kreativität und Geist dieser Ältestenklausur finden Sie hier eingefangen in einem Video:

Klimastreik für Gottes gute Ordnung?

Nachgefragt bei dem Theologen Jan Gertz

Nachhaltiges handeln sollte eigentlich das Schwerpunktthema im aktuellen Gemeindebrief der Friedensgemeinde sein, unter der Überschrift „Dem Leben zuliebe“. Wegen der Corona-Pandemie erschien dieser Gemeindebrief nicht. Alle Termine und Veranstaltungshinweise darin waren hinfällig geworden. Aber die Texte zum Schwerpunktthema sollen weiter zum Nachdenken und zur Diskussion anregen.
Heute Teil 3 der Reihe.
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Weltweit, auch in Heidelberg, gehen Jugendliche freitags auf die Straße. Sie fürchten, dass ihnen durch den Klimawandel ihre Zukunft geraubt wird. In der Bibel heißt es am Ende der Noah-Geschichte unter dem Regenbogen, es sollen „Frost und Hitze, Sommer und Winter“ nicht aufhören. Ist das ein beruhigender Satz?

Prof. Jan Gertz

Wenn es darum geht, dass wir immer so weiter machen, wie bisher, dann ist der Satz sicher nicht beruhigend. Er sagt ja, dass es die naturgemäße Abfolge der Jahreszeiten geben wird, so lange die Erde steht. Das dürfte auch der Fall sein, wenn das Wasser den Menschen in vielen Gegenden der Welt bis zum Hals steht wie Noah und seinen Zeitgenossen.

Es lohnt sich, auf den Kontext zu achten. Gott gibt diese Zusage Noah und seiner Familie, die gerade die Arche verlassen haben und denen der Schreck noch in den Gliedern gesteckt haben dürfte. Sie haben in den Abgrund geschaut und als einzige ein göttliches Strafgericht überlebt. Das Beruhigende des Satzes ist, dass Gott den Menschen verspricht, er werde die Welt nicht noch einmal strafen und beinahe alles Leben auslöschen. Denn der Mensch „führt nur Böses im Schilde“. Gott verzichtet auf seinen Strafanspruch gegenüber uns schuldigen Menschen. Das finde ich beruhigend.

Das Problem, weswegen Jugendliche freitags auf demonstrieren, ist aber sicher nicht die Angst vor einem göttlichen Strafgericht, sondern eher die Einsicht, dass wir die nächste weltumspannende Katastrophe selbst herbeiführen können.

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Der Begriff „Bewahrung der Schöpfung“ ist inzwischen zum geflügelten Wort jeder Umweltpolitik geworden. Das bezieht sich auch auf die Bibel. Im zweiten Schöpfungsbericht heißt es, Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, „dass er ihn bebaute und bewahrte“. Kann man daraus heute eine Klimapolitik ableiten?

Ich finde den Begriff „Bewahrung der Schöpfung“ schwierig. Er klingt biblisch, wäre aber während der Entstehungszeit der biblischen Texte von niemandem verstanden worden. Das Naturerleben der Menschen in der Antike war ein gänzlich anderes als es heute der Fall ist. Die ungeordnete Natur wurde (zu Recht) als Bedrohung wahrgenommen. Der genannte Vers handelt eher von einem Privileg, das der Mensch verloren hat mit seiner Vertreibung aus dem Garten Eden.

Dennoch ist eine nachhaltige Umwelt- und Klimapolitik für die Kirchen aktuell ein zentrales Thema. Lässt sich das biblisch-theologisch begründen?

Ich denke schon! Im ersten Schöpfungsbericht steht der viel gescholtene Herrschaftsauftrag des Menschen über Erde und Tiere. Das wirkt auf den ersten Blick wie die Aufforderung, die Erde auszubeuten. Doch der Eindruck täuscht. Vielmehr wird dem Menschen der Auftrag gegeben, die gute Ordnung von Gottes Schöpfung zu schützen. Herrschaft und Ordnung sind in der Welt Bibel positiv besetzte Begriffe. Der königliche Mensch – das sind alle Menschen egal welcher Hautfarbe, welchen Geschlechts oder welchen Alters – hat als Bild Gottes eine besondere Verantwortung für die Ordnung der Welt. Und dazu gehört auch, dass wir unsere Lebensgrundlage und die unserer Nachkommen und Mitgeschöpfe nicht zerstören. Biblisch gesprochen demonstrieren die Jugendlichen freitags für Gottes gute Ordnung und gegen die Chaosmächte eines hemmungslosen Verbrauchs unserer natürlichen Ressourcen.

Prof. Dr. Jan Gertz ist Professor für Altes Testament an der Universität Heidelberg.
Die Fragen stellte Lothar Bauerochse

Die weiteren Beiträge des Schwerpunktthemas:
Editorial
Dürfen Christen SUV fahren?

Dürfen Christen SUVs fahren?

Ein Diskussionsbeitrag von Hans Diefenbacher

Nachhaltiges handeln sollte eigentlich das Schwerpunktthema im aktuellen Gemeindebrief der Friedensgemeinde sein, unter der Überschrift „Dem Leben zuliebe“. Wegen der Corona-Pandemie erschien dieser Gemeindebrief nicht. Alle Termine und Veranstaltungshinweise darin waren hinfällig geworden. Aber die Texte zum Schwerpunktthema sollen weiter zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Kommentieren Sie hier im Blog oder auf unserer Facebook-Seite.

Wenn  man die Rubriken „Sport Utility Vehicles“ (SUV) und „Geländewagen“ zusammenrechnet, dann gab es 2019 zum ersten Mal mehr als eine Million Neuzulassungen, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil betrug mehr als 30 Prozent. Trotz aller Klimaproteste ist eine Umkehr des Trends nicht erkennbar.

SUVs sind Personenkraftwagen mit erhöhter Bodenfreiheit, die das Erscheinungsbild von Geländewagen imitieren: In der Regel sind sie breiter und höher, was vor allem in engen Siedlungsgebieten und in Parkhäusern zu Problemen führt; da sie auch schwerer sind, benötigen sie im Schnitt ein Viertel bis ein Drittel mehr Kraftstoff als Mittelklasse-Limousinen, mit entsprechend höherem CO2-Ausstoß. Nach dem Energiesektor und noch vor der Luftfahrt und der Schwerindustrie oder den Lastkraftwagen haben sie seit 2010 am stärksten zum Anstieg der weltweiten Treibhausgasemissonen beigetragen.

Photo by Juan Di Nella on Unsplash

Für Fußgänger und insbesondre für Kinder wie auch für Zweiradfahrer ist das Risiko für schwere Unfälle mit SUVs höher, das Risiko für die Passagiere eines SUVs dagegen niedriger. Das Sicherheits- und Schutzbedürfnis ist ein Grund für die Kaufentscheidung bei einem SUV; eher im Unterbewussten mag auch eine Rolle spielen, dass die Fahrzeuge ein gewisses Überlegenheitsgefühl vermitteln, das Gefühl, sich in einer zunehmend aggressiveren Verkehrsumwelt entsprechend behaupten zu können. Das Design mancher SUVs könnte als Appell an diese Haltung verstanden werden. – Können Christinnen und Christen, die für die Bewahrung der Schöpfung eintreten, nun SUVs fahren oder sollten sie andere Fahrzeugen benutzen, um ihrem Bedürfnis nach Mobilität zu entsprechen?

Zwei grundsätzlich unterschiedliche Herangehensweisen stehen hier einander gegenüber, wenn man nach Kriterien zur Beantwortung der gestellten Frage sucht: Die einen appellieren an Ethik und Moral und bemühen das „gute“ Gewissen. Die Summe der Konsumentscheidungen ist dann das Kondensat eines ökologisch korrekten Lebensstils, der oder die jeweilige Konsument oder Konsumentin ist dafür verantwortlich, den Kauf eines bestimmten Produkts nicht nur vom Preis oder der Ästhetik abhängig zu machen. Da heißt es dann, darauf zu achten, dass bestimmte Produkte mit bestimmten Labels gekennzeichnet sind, und man sollte dann aber auch den Überblick über die Vielzahl konkurrierender Kennzeichnungen behalten. Ein klares „Nein“ wäre dann vermutlich die Antwort.

Die anderen plädieren dafür, einen Rahmen für die Marktwirtschaft zu schaffen, der die problematischen Folgen der Herstellung und des Gebrauchs bestimmter Produkte – im Fachjargon: die negativen externen Effekte – schon im Preis des Produkts berücksichtigt. In einem solchen Rahmen wären die Mechanismen des Marktes intakt, das Fahren eines SUVs würde jedoch deutlich teurer, wenn alle negativen Folgen mit Kostenansätzen, die die „ökologische Wahrheit“ (E.U.v. Weizsäcker) sagen, eingepreist würden. Ein bedingtes „Ja“ wäre bei einer solchen Veränderung der relativen Preise dann die Antwort.

Ungeachtet dieser Frage sollte in jedem Fall die eigene Gestaltung der Mobilität befragt werden:

  • „Vermeiden“: Sind bestimmte Fahrten wirklich nötig?
  • „Verlagern“: Könnten Fahrten nicht durch die eigenen Füße, das Fahrrad oder durch Öffentliche Verkehrsmittel ersetzt werden?
  • „Verlangsamen“: Wird das Auto benutzt – sollten Höchstgeschwindigkeiten eingehalten beziehungsweise bei ihrem Fehlen freiwillig durch 120 km/h ersetzt werden.

Mediatipp: Die Fernsehsendung „engel fragt“ mit einer Ausgabe „Sind SUV asozial? Gehören SUV in den Innenstädten verboten oder werden SUV-Fahrer in die Ecke gedrängt“.

Weitere Beiträge zum Schwerpunktthema hier:
Editorial


https://www.tagesschau.de/wirtschaft/suv-millionen-marke-101.html

Laura Cozzi, Apostolos Petropoulos: Commentary: Growing preference for SUVs challenges emissions reductions in passenger car market, International Energy Agency am 15. Oktober 2019

https://www.nw.de/nachrichten/wirtschaft/21939564_Interview-Was-der-SUV-Kauf-ueber-die-Kaeufer-aussagt.html

Dem Leben zuliebe. Nachhaltig handeln

Die März-Ausgabe des Gemeindebriefes war schon fix und fertig zur Drucklegung. Dann machte die Corona-Pandemie der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung. Wenn all die Veranstaltungen, die im Gemeindebrief in aller Fülle und Vielfalt angekündigt werden, nicht stattfinden können, ist es gerade nicht nachhaltig, Geld und Zeit zu investieren für Druck und Verteilung.
Die Nummer 236 des Gemeindebriefes bleibt vorerst eine ausgefallene Ausgabe. Die Beiträge des Themenschwerpunktes behalten aber ihre Bedeutung, auch und gerade angesichts der Pandemie, selbst wenn sie alle schon vor Corona geschrieben wurden.
An dieser Stelle finden Sie deshalb in den kommenden Wochen in loser Reihe die Texte unseres Schwerpunktes: „Dem Leben zuliebe. Nachhaltig handeln.“ Und verbunden damit, hier die herzliche Einladung zur Diskussion.

Zu Beginn: Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Das Titelbild der März-Ausgabe vom Gemeindebrief

in einem Sommerurlaub las ich ein Buch mit dem Titel „Zukunft wagen“. Es war das Buch eines Optimisten, der deutlich machte, wie die großen Sorgen, Nöte und Probleme der vergangenen Generationen heute kleiner geworden sind. In unseren Kellern lagern kaum noch Konservendosen als Notration für den Fall eines Atomkrieges. Es gibt weniger Hunger auf der Welt und mehr Menschen, die am Wohlstand und den Errungenschaften der so genannten westlichen Welt partizipieren können. Es sterben heute weniger Menschen durch Kriege und an schweren Krankheiten einen unzeitigen Tod. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist gestiegen. Der technische Fortschritt hat einen Großteil der Arbeitsprozesse erleichtert, optimiert und digitalisiert.

Vieles ist besser geworden. Und dennoch, die Corona-Pandemie, die wir in diesen Tagen und Wochen erleben, erinnert uns einmal mehr: Auch der größte wissenschaftliche Fortschritt schafft nicht notwendig das Gefühl größter Sicherheit und Gelassenheit.

Eigentlich könnten wir entspannt in die Zukunft schauen und dennoch hören wir die lauten Protestrufe der Jugend: „Wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Laute Stimmen der oft als unpolitisch und spaßsüchtig bezeichneten „Generation Smartphone“ mahnen zur Umkehr und zu mehr Achtung der Schöpfung, zu mehr Nachhaltigkeit, zu einem Ressourcen schonenden Lebensstil – im Privaten wie in der Gesellschaft.

Und viele fangen an. Nachdenkliche Gespräche am Mittagstisch hinterfragen die Urlaubsplanung und die Notwendigkeit mancher Anschaffung. Viele kaufen bewusster ein. Bei Freizeiten nehme ich steigende Wünsche nach vegetarischem und veganem Essen wahr. Der Appell der Jugend, der an die große Politik gerichtet ist, führt bei vielen im Privaten zur Umkehr und Neuausrichtung. Es geht um einen nachhaltigen Lebensstil.

Auch in der Friedensgemeinde wird dieses Thema vielfältig diskutiert, im Ältestenkreis, im Konfirmandenunterricht, in der Erwachsenenarbeit und im Zirkus. Umkehr braucht Einsicht und Freude am Anfangen. Die Texte dieses Gemeindebriefes können daher als Geistanstöße gelesen werden, denn bei jedem Anfang gibt es auch Hürden, Rückschläge und Rückfälle. Wer aber nur Letztere sieht und resigniert, der wird kaum Zukunft wagen. Genau dieses Wagnis aber ist eine Frucht unserer christlichen Hoffnung.

Ihr Pfarrer Gunnar Garleff

Radiogottesdienst aus der Friedenskirche

Am vergangenen Sonntag übertrug der Deutschlandfunk (DLF) den Gottesdienst aus der Friedenskirche.

„Gedankenreise zu einem anderen Ufer“ – so das Thema von Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs. Was sich dahinter verbirgt finden Sie hier auf den Seiten der evangelischen Rundfunkarbeit der EKD.

Den Gottesdienst finden Sie hier zum nachhören.

Gerne laden wir zu weiteren Gottesdiensten ein:

Am Freitag, den 10. Juli findet um 15.00 Uhr in der Kirche ein Gottesdienst für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen statt. Mit dem Lied „Geh aus, mein Herz und suche Freud“ lassen wir den Sommer herein. Am 7. August und am 4. September öffnet dann auch wieder das Café Oase im Gemeindehaus zum Austausch.

Am Sonntag, den 19. Juli gestalten die Zirkusgruppe und die Jugendkantorei die Gottesdienste um 9.30 Uhr und um 11.00 Uhr mit.

Am Sonntag, den 26. Juli wirkt der Kirchenchor in beiden Gottesdiensten mit. An diesem Sonntag ist dann auch zum letzten Mal vor den Sommerferien ein Kindergottesdienst um 11.00 Uhr.

Taufen sind zurzeit nur in eigenen Taufgottesdiensten möglich. Termine können über das Pfarramt vereinbart werden.

Zwischen Ermutigung und Widerstand

Ökumenischer Gesprächsabend über Leben und Glauben der Calvinisten

Veranstaltungsplakat

Das Evangelische Forum lädt gemeinsam mit dem Katholischen Männerkreis St. Vitus ein zu einem Ökumenischen Gesprächsabend am 24. Juni 2020 um 19:30 Uhr im Gemeindehaus an der Friedenskirche.

Priv. Doz. Dr. Hans-Georg Urichs referiert über das Thema

Von Gott erwählt?
Zwischen Ermutigung und Widerstand:
Wie Calvinisten ihren Glauben leben

Aufgrund des Schutzkonzeptes ist die Raumkapazität auf 25 Personen begrenzt.
Es wird um Anmeldung per Mail gebeten.

Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht …

Die Frauen, die sich am ersten Ostermorgen in aller Frühe auf den Weg zum Grab Jesu machen, finden den Stein, der ihnen unterwegs große Sorgen bereitet, weg gewälzt. Und auch Sie werden am Ostersonntag und am Ostermontag dort, wo die Steine lagen, Blumen finden, die Sie mit nach Hause nehmen können als kleines Zeichen dafür, dass das Leben auch über die gegenwärtigen Krisen den Sieg behalten wird, so wie Christus von den Toten auferstanden ist und Gottes Schöpfung nach langem Winter im Frühling wieder Blüten treibt.

Freunde, dass der Mandelzweig
Wieder blüht und treibt,
Ist das nicht ein Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?

Freunde, dass der Mandelzweig
Wieder blüht und treibt,
Ist das nicht ein Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht verging,
Soviel Blut auch schreit,
Achtet dieses nicht gering,
In der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg,
Eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg
Leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig
Wieder blüht und treibt,
Ist das nicht ein Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?

Text Schalom Ben-Chorin 1942, Melodie: Fritz Baltruweit 1981(Neue Lieder 39)

Photo by Elena Ferrer on Unsplash

Den Text können Sie hier herunterladen:

Lege Deine Sorgen nieder

Vom Karfreitag bis zum Ostermontag werden wir im Handschuhsheimer Feld ein großes Kreuz aufstellen. Auf einem Spaziergang können Sie es sehen, wenn Sie vom Angelweg ins Feld laufen und das Gewann Fischpfad kreuzen. Am Karfreitag und Karsamstag können Sie dort unter dem Kreuz einen oder mehrere Steine ablegen. Sie können die Steine auch beschriften mit dem, was Ihnen Sorgen macht und was Sie beschwert. Lassen Sie etwas los, legen Sie etwas ab. Teilen Sie das Bedrückende mit anderen.

Lege deine Sorgen nieder
Leg sie ab in meiner Hand
Du brauchst mir nichts zu erklären
Denn ich hab dich längst erkannt

Lege sie nieder in meiner Hand.
Komm leg sie nieder, lass sie los in meiner Hand.
Lege sie nieder, lass einfach los.
Lass alles falln, nichts ist für deinen Gott zu groß.

Lege deine Ängste nieder
Die Gedanken in der Nacht
Frieden gebe ich dir wieder
Frieden hab ich dir gebracht

Lege deine Sünde nieder
Gib sie mir mit deiner Scham
Du brauchst sie nicht länger tragen
Denn ich hab für sie bezahlt

Lege deine Zweifel nieder
Dafür bin ich viel zu groß
Hoffnung gebe ich dir wieder
Lass die Zweifel einfach los

Text und Melodie: Sefora Nelson 2009 (Neue Lieder 175)

Den Text können Sie hier herunterladen:

Coronavirus (Update):

Gottesdienste, Gruppen und Kreise

Gottesdienste auch für Kinder in der Friedenskirche. + + + Gruppen und Kreise treffen sich wieder +++ Gottesdienste und Andachten weiter bei youtube +++ Spendenaufruf zur Unterstützung freiberuflicher Musiker

Inzwischen werden wieder Gottesdienste in der Friedenskirche gefeiert. Jeden Sonntag sind Sie herzlich eingeladen mitzufeiern, entweder um 9:30 Uhr oder um 11 Uhr.
(Achtung: Ab August feiern wir wieder einen gemeinsamen Gottesdienst um 10:30 Uhr).

Auch Kindergottesdienste sind jetzt wieder möglich. Ab Sonntag, den 21. Juni 2020 laden wir sonntagsdie Kinder wieder zum Gottesdienst ein. Der beginnt jeweils um 11 Uhr auf dem Vorplatz des Gemeindehauses (bei schlechtem Wetter im Gemeindehaus), und dauert wie der Gottesdienst in der Kirche 30 Minuten. Eltern werden gebeten, die Kinder direkt zum Platz zu bringen oder zu schicken.

Für den Besuch der Gottesdienste in der Friedenskirche sind folgende Regeln unbedingt einzuhalten:

Pro Gottesdienst finden 60 Personen in die Friedenskirche Platz. Die Emporen sind gesperrt.

Die Kirche wird jeweils 15 Minuten vor dem Gottesdienst für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Beim Betreten und Verlassen der Kirche und während des gesamten Aufenthaltes sind die Abstandsregeln einzuhalten und ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Beim Betreten der Kirche müssen die Hände desinfiziert werden und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Mitglieder des Ältestenkreises und des Pfarrteams werden als Ordner eingesetzt, ihren Hinweisen ist unbedingt Folge zu leisten. Wir weisen darauf hin, dass der Eintritt wegen Überschreitung der zulässigen Personenzahl verwehrt werden kann. Um dies zu vermeiden, bieten wir vorerst jeden Gottesdienst zweimal an.

Wiederbeginn von Gruppen und Kreisen

Nach der Wiederaufnahme der Gottesdienste in der Friedenskirche, beginnen zaghaft auch die Gruppen und Kreise der Friedensgemeinde. Den Anfang machten in dieser Woche die Konfirmanden und die Zirkusgruppen.

Vorzugsweise sollen sich Gruppen im Freien treffen. Dazu stehen sowohl der Gemeindeplatz als auch täglich ab 16:30 Uhr der Kindergartenspielplatz zur Verfügung.

Da auch für die Nutzung der Plätze und Gemeinderäume ein Schutzkonzept erstellt werden musste und umfangreiche Hygienemaßnahmen nötig sind, ist die Küchennutzung derzeit noch nicht möglich. Gruppen und Kreise sollen sich in Gemeinderäumen nicht länger als 60 Minuten treffen. Außerdem sind stets die Abstandsregeln einzuhalten, so dass die Raumkapazitäten begrenzt sind. Aus diesem Grund ist der Gemeindesaal ungeteilt.

Für die Chorproben wird es spezielle Regeln geben, die derzeit noch von der Landeskirche in Absprache mit den Gesundheitsbehörden erarbeitet werden. Sobald es hier Umsetzbares gibt, werden die Chöre informiert.

Abendandachten und mehr auf Youtube

Über 11 Wochen waren die Youtube-Andachten ein stetiger Begleiter durch die Corana-Krise. Wir sind als Team von ihrer Reichweite beeindruckt. Leider mussten wir sie durch den krankheitsbedingten Ausfall unserer FSJlerin Salome Weber seit der Pfingstwoche reduzieren. Bedingt durch einen weiteren krankheitsbedingten Ausfall und natürlich auch im Angesicht der Wiederaufnahme der klassischen Gemeindearbeit, wird es zu einer weiteren Reduzierung kommen.

Ab der kommenden Woche wird es nur noch eine Online-Andacht pro Woche geben, diese wird jeweils mittwochs ab 19:30 Uhr auf unserem youtube-Kanal und unserer Homepage abrufbar sein.

Den Sonntagsgottesdienst aus der Friedenskirche zeichnen wir zusätzlich als Podcast (nur Audio) auf, diese sind in der Regel sonntags ab ca. 19 Uhr ebenfalls auf unserer Homepage abrufbar.

Solange unsere Kinderchöre noch nicht wieder proben können produzieren Kantor Michael Braatz-Tempel und Pfarrer Gunnar Garleff ebenfalls wöchentlich eine ca. 12 minutige Gute-Nacht-Geschichte für Kinder. Diese können per hier direkt per Mail an friedensgemeinde@ekihd.de abonniert werden.

Spendenprojekt „Musikalische Abendandachten in der Friedenskirche Handschuhsheim“

Seit dem 16. März gibt es von Montag bis Freitag allabendlich eine Youtube-Andacht aus der Friedenskirche. Pfarrerin Reister-Ulrichs, Pfarrer Dr. Garleff und Kantor Braatz-Tempel haben damit auf das durch die Coronakrise begründete Verbot von Gemeindegottesdiensten reagiert. Von Anfang an waren diese Andachten stark geprägt von einer hoch professionellen musikalischen Ausgestaltung. Das Repertoire reicht von geistlichen Werken von Heinrich Schütz über Lieder von Antonín Dvořák bis hin zu weltlichen Werken, auch aus der Popularmusik. Freiberufliche Sängerinnen und Sänger, Instrumentalistinnen und Instrumentalisten wurden engagiert, deren Verdienstmöglichkeiten in der Krisenzeit zusammengebrochen sind (ausgerechnet die vielen Konzerte der Passions- und Osterzeit mussten entfallen).

Damit dieses Projekt auch weiterhin auf musikalisch hohem Niveau ausgestaltet werden kann, hat die Friedensgemeinde Handschuhsheim ein Spendenprojekt ins Leben gerufen. Der Erlös dient zur Unterstützung professioneller Musikerinnen und Musiker in der Krise. Wir bitten um großzügige Spenden!

Aktuelle Informationen
Wir informieren regelmäßig hier oder über unseren Newsletter.

Abenteuer am Nil – unterwegs mit Josef

ACHTUNG: Aufgrund der Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus werden die Kinderbibeltage auf einen späteren Zeitpunkt verschoben! Die Friedensgemeinde bittet um Ihr Verständnis.

ABENTEUERLICH geht es zu bei den nächsten „Ökumenischen Kinderbibeltagen“ rund um die Friedenskirche. Die biblischen Josefsgeschichten bieten spannenden Stoff. Und diesmal gibt es auch was für die Eltern!

Kennst du das: Du bist sauer, weil dein kleiner Bruder oder deine kleine Schwester alles darf und du nix?
Oder: Du bist neidisch, weil dein Freund oder deine Klassenkameradin etwas bekommt und du nicht?
Da kann man schon traurig, wütend und neidisch werden.

Genau darum geht es in der Geschichte von Josef. Es geht um Konflikte mit Menschen, die einem nahe stehen. Und es geht um Mut und Vertrauen, auch in schweren Situationen nicht aufzugeben.

Photo by Ben White on Unsplash

In unseren diesjährigen Ökumenischen Kinderbibeltagen in und um die Friedenskirche wollen wir mit Josef Abenteuer am Nil erleben, miteinander essen und feiern, basteln und spielen.

Wir freuen uns, wenn du dabei bist und mit uns drei tolle Tage erlebst. Natürlich darfst du gerne auch deine Freunde und Geschwister mitbringen.

Du hast Lust?
Dann nix wie her mit Deiner Anmeldung!
Bis zum 6. März 2020 indem du deine Anmeldung entweder im Pfarramt der Friedensgemeinde abgibst oder dich per Mail an kibita-hd[at]gmx.de anmeldest.

Und jetzt auch für die Eltern…

Erstmals werden begleitend dazu die Bibelgeschichten auch für Erwachsene näher beleuchtet unter der Leitung von Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs und Detlef Thiel von St. Vitus.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an einem, zwei oder drei der insgesamt drei Treffen im März teilzunehmen, jeweils donnerstags (5.3., 12.3., 19.3.) von 20 bis 21.30 Uhr im Chorsaal der Friedenskirche.

Fragen und Anmeldungen sind bis 3. März 2020 erbeten unter kibita-hd[at]gmx.de