Halleluja im Bahnhof

Kantorei der Friedenskirche und Cappella Palatina
bringen Heidelberg zum Klingen

Am kommenden Wochenende feiern Tausende Sängerinnen und Sänger in Heidelberg das Chorfest Baden. Mitglieder der Friedenskirche sind an vielen Stellen dabei: Als Organisatoren, als Helfer, als Gastgeber und als Musiker.

Unter anderem singt die Kantorei der Friedenskirche gemeinsam mit der Cappella Palatina an der Jesuitenkirche die Teile I und II aus dem Messias von Georg Friedrich Händel. Am Freitag (30.6.) um 20:30 Uhr open-air auf dem Universitätsplatz. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Eine Überraschungs-Kostprobe gab es an ungewöhnlichem Ort schon am vergangenen Wochenende. Mehr dazu im Video.

 

Gemeinsamer Himmelfahrtsgottesdienst der Nordgemeinden im Grahampark

Gemeinsam Himmelfahrt feiern im Grahampark, dies ist mittlerweile eine gute Tradition der Nordgemeinden aus Neuenheim und Handschuhsheim geworden.

Gemeinsam Gottesdienst im Grahampark feiern hieß aber auch: 120 Gesangbücher in den Grahampark bringen (sie haben nicht ganz gereicht), hoffen, dass der Strom für die Lautsprecheranlage rechtzeitig angeschlossen werden kann, Bänke richten. Bald trafen die ersten Besucher ein, der Posaunenchor spielte, Zirkuspeter und sein Team rollten ihre Matten aus. Dann war es, bei strahlendem Himmel, endlich wieder soweit: Martina Reister-Ulrich eröffnete und begrüßte die Besucher aus den drei Nordgemeinden zum gemeinsamen Gottesdienst.

Anschließend führte das Zirkusteam mit akrobatischen Bildern zum Thema Himmelfahrt ein:  Christus steigt auf, fliegt davon in den Himmel. So wie sie es vorführten, vermittelte es den den Zuschauern Freiheit und Freude.

Pfarrer Anselm Friederich-Schwieger wies in seiner Predigt über diese bildliche Ebene hinaus. Er erweiterte das Gesehene: Himmelfahrt bedeute auch: Loslassen. Darin sei dieser Tag dem Karfreitag verwandt. Zu Karfreitag mussten die Jünger  Christus durch alles Leid gehen sehen, sich von ihm verabschieden und dabei auch ihre eigenen Vorstellungen von „Ihrem“ Christus loslassen.

Zu Himmelfahrt fährt der wieder gewonnene Christus endgültig auf. Die Jünger bleiben zurück, es ist nun an ihnen, das Wort zu verkünden. Ein Abschied. Dieses loslassen können, sei aber Voraussetzung für das Freiwerden, so Pfarrer Anselm Friederich-Schwieger.

Es war ein gehaltvoller Gottesdienst, wie immer umrahmt vom prächtigen Klangbild unseres Posaunenchores. Pfarrer Hans-Jürgen Holzmann von der Johannesgemeinde hielt die Fürbitten und man hatte dabei nicht den Eindruck, es seien drei fremde Gemeinden, die gemeinsam Fürbitte und Andacht begingen. Man kennt sich in den Nordgemeinden und man ist sich verbunden.

Was man sicher auch an diesem Gruppenfoto mit Hans Jürgen Holzmann, Pfarrer der Johannes-gemeinde, Martina Reister-Ulrich, unsere Pfarrerin der Friedensgemeinde sowie Pfarrer Anselm Friederich-Schwieger, Pfarrer der Jakobusgemeinde gut erkennen kann.

Am Ende dieses Freiluft-Gottesdienstes blieb dann allen Beteiligten nur zu sagen: Es war wunderschön! Wir freuen uns darauf, uns wieder zu sehen. Vielleicht beim Besuch einer unserer Nachbargemeinden, bei gemeinsamer Kirchenmusik oder aber: Spätestens kommendes Jahr wieder im Grahampark zu gleichem Anlass!

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Luther war nicht Ritter Rost

Anlässlich des 500 jährigen Reformationsjubiläums fand am 26. April 2017 in nahezu allen evangelischen Kirchen der Stadt Heidelberg ein Aktionstag unter dem Motto „Heidelberg kennt Luther! – und was glaubst du?“ statt. Auch in der Friedensgemeinde. Zu Besuch waren evangelische und katholische Schülerinnen der 8. Klassen der St. Raphael Realschule. Lehrerin Simone Burggraf berichtete danach:

Während die Mädchen im Religionsunterricht bereits etwas über die „Leipziger Disputation“, die Martin Luther mit seinem katholischen Gegner Johannes Eck geführt hatte, gelernt hatten, erfuhren sie von Pfarrer Garleff, dass Luther auch in Heidelberg diskutiert und dieses Streitgespräch genau an diesem Tag vor 501 Jahren stattgefunden hatte.

„Da es in Kirchen bekanntlich immer kalt ist“ (O-Ton Herr Garleff) machte Pfarrerin Reister-Ulrichs mit den Schülerinnen ein „Warm-up Spiel“, in dem die Mädchen durch „aufstehen“ bzw. „sitzen bleiben“  die ihnen über Luther gestellten Fragen beantworten mussten. In spielerischer  Form konnten die Schülerinnen hierbei  ihr bereits erworbenes Wissen über Martin Luther unter Beweis stellen. Die teilweise recht originell gestellten Fragen (z.B. Stimmt die Aussage: „Auf der Wartburg in Eisenach nannte man Luther Ritter Rost“) und das „Auf und Ab“ trugen nicht nur dazu bei, dass den Mädchen warm wurde, sondern auch dass das Eis zwischen den Schülerinnen und den beiden Pfarrern recht schnell gebrochen werden konnte.

In einer lockeren Atmosphäre ging es dann in eine Gruppenarbeitsphase.

Während die Mädchen in den Seitenschiffen in Stationsarbeiten  ihr eigenes „Lutherbuch“ zusammenstellen konnten, wurden auf der Empore zwei weitere Gruppen unter Anleitung von Frau Topp und Frau Burggraf künstlerisch aktiv. Hier galt es zwei Kirchenfenster zu kopieren, bzw. eigene, moderne Kirchenfenster zu gestalten.

Im Gegensatz zu dem Streit zwischen dem Protestant Martin Luther und seinem katholischen Kollegen Eck, arbeiteten die bunt gemischten Gruppen aus Schülerinnen der Klasse 8a und 8b, bzw. evangelische und katholische Schülerinnen harmonisch zusammen und entwickelten in ruhiger Absprache ihr gemeinsames Kirchenfenster.

Zum Schluss trafen sich alle im Kirchenschiff wieder, um gemeinsam ein Abschlusslied zu singen und den Segen zu empfangen.

Dass es den Schülerinnen gefallen hatte, zeigte sich nicht  nur darin, dass zum Abschluss beiden Pfarrern spontan Applaus gespendet wurde, sondern auch in der Aktion, dass sich ein paar Mädchen mit den Worten „wir fanden es toll – 8b von St. Raphael“ im Kirchenbuch verewigten.

Bei der Nachbesprechung des Aktionstages im Unterricht wurde deutlich, dass es neben der inhaltlichen Gestaltung den Schülerinnen besonders gut gefallen hatte durch die bunte Durchmischung der Gruppen mit Mitschülerinnen der anderen Klasse bzw. der anderen Konfession zusammenarbeiten zu können. Zudem waren sie von dem hellen Innenraum, der freundlichen Atmosphäre, sowie der stufenartige Treppenanlage der Friedenskirche angetan.

An dieser Seite nochmals von unserer Seite ein herzliches Dankeschön an Herrn Pfarrer Garleff und Frau Pfarrerin Reister-Ulrichs – wir kommen sichehrlich bald wieder, um an Aktionen der Gestaltung des Kirchenraums der Friedenskirche teilzunehmen.

Simone Burggraf

Gesundheit ist nicht die Haupsache!

Unter diesem etwas provokanten Titel lädt das „Evangelische Forum Handschuhsheim, (vormals Evangelischer Männerverein) am Dienstag, den 25. April um 20.00 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Thorsten Moos in den Chorsaal der Friedenskirche ein.    

Hauptsache gesund“ lautet eine beliebte Formel. Aber was ist Gesundsein? Kein bisschen krank? Das gibt’s doch gar nicht. Ein bisschen krank sind alle, mehr oder weniger.

Der Theologe und Physiker Thorsten Moos, Leiter des Arbeitsbereichs „Religion, Recht und Kultur“ an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg, fragt aus theologischer Perspektive nach dem heutigen Umgang mit Krankheit und Gesundheit. Er hält Gesundheit für ein nicht ungefährliches Ideal, weil es unbegrenzt ist. Wer wirklich gesund bleiben oder werden will, muss versuchen, immer noch mehr dafür zu tun.

Präparate, Kurse, Fitness-Center, Ganzkörperchecks und regalmeterweise populäre Medizinliteratur: Zu jedem Ratgeber gibt es einen Gegen-Ratgeber und einen dritten, der rät, besser noch etwas ganz anderes zu tun. Das kann alles nicht gesund sein, meint der Theologe und Naturwissenschaftler.

Was also steckt hinter dem verbreiteten Wunsch nach Gesundheit? Nicht weniger, erklärt Moos, als alte Ideale der Glückseligkeit oder vom Reich Gottes: „Das können wir aber, so wussten die Alten, nicht selbst herstellen.“ Also gilt es, nach Strategien zu suchen, wie Gesundheitswünsche und -hoffnungen in Schach zu halten sind, um nicht zu ihren Sklaven zu werden.

Am Dienstag, dem 25. April, ist Dr. Thorsten Moos beim Evangelischen Forum Handschuhsheim (vormals Evangelischer Männerverein) zu Gast. Unter dem Titel „Gesundheit ist nicht die Hauptsache“ trägt er „Theologische Bemerkungen zu einem überstrapazierten Ideal“ vor. Anschließend ist Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Chorsaal der Friedenskirche.

 

Einladung zum 6. Ökumenischen Stammtisch

Fast unbemerkt hatte das Evangelische Forum Handschuhsheim, vormals Evangelischer Männerverein, gemeinsam mit dem Katholischen Männerkreis St. Vitus im letzten Jahr den „Ökumenischen Stammtisch“ aus der Taufe gehoben.

Er trifft sich am ersten Mittwoch eines Quartals zum gemütlichen Beisammensein in lockerer Runde. Eine tolle Möglichkeit, sich ganz entspannt mit unseren katholischen Freunden über aktuelle Themen und auch Fragen des Glaubens auszutauschen. Wir erwarten dazu meist 25-30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der Ökumenische Stammtisch beginnt in der Regel mit einem Kurzreferat und daran anschließender, meist lebhafter Diskussion. Am Mittwoch den 5.April um 19.30 Uhr  können Sie zum Thema „Simultankirchen“ ein kenntnisreiches Impulsreferat von Frau Dr. Almut Meyer hören. Simultankirchen sind in Heidelberg (und in besonderem Maße in Handschuhsheim) historisch gesehen eine bekannte Spezialität. Doch man muss gar nicht so weit in die Geschichte zurückgehen:

Derzeit finden die Gottesdienste der St. Vitusgemeinde wegen der Kirchenrenovierung bei uns in der Friedenskirche statt. Wie auch wir damals aus gleichem Anlass in St. Vitus unsere „großen Gottesdienste“ in der Passions- und Weihnachtszeit feierten.

Kommen Sie doch einfach mal vorbei, es wird sicher so interessant wie gemütlich! Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen!

Ökumenischer Stammtisch, Mittwoch, der 5. April  um 19.30                                                      im Helmstätter Herrenhaus an der Tiefburg

Blütenpracht rund um die Friedenskirche

Der Frühling ist in unserer Gemeinde eingezogen. Rund um die Friedenskirche blüht es an allen Ecken und Enden. Zaubernuss und Zierkirsche, Forsythien und Osterglocken bieten ein wirklich prächtiges Bild. Dieses Blütenmeer sieht so aus, als sei es von alleine und gewissermaßen über Nacht um unsere Kirche entstanden. Doch dies stimmt nur zum Teil:

Ohne die kundige Pflege und Anlage unserer Ältesten Sabine Falkenhahn und Ihres Mannes, Hartmut Müller-Falkenhahn, von Beruf Landschaftsarchitekt, wären die Rabatten rund um die Friedenskirche nicht so gut angelegt und die Pflanzen nicht so gepflegt. Dass hier alles sprießt und wächst ist das Ergebnis einer mehrjährigen Arbeit. Bleibt uns nur, den beiden mal aus vollem Herzen „Danke für die Blumen“ zu sagen!

Wachsendes Kreuz

„Passionswerkstatt“ in der Friedenskirche

In diesen Passionswochen durchmisst ein riesiges liegendes Holzkreuz fast den gesamten Innenraum der Friedenskirche. Ein wenig wirkt es, als sei es aus dem Himmel in die Kirche gestürzt wie ein Meteorit, sagt Friedenskirchen-Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs. Es durchschneidet den Altar, umfängt den Taufstein. „Aber so ist das manchmal mit dem Kreuz. Es stört – auch in unserem Alltag“, so Reister-Ulrichs.

Jeden Tag „wächst“ das Kreuz der Passionswerkstatt in der Friedenskirche. Einzelne, Gruppen und Schulklassen gestalten ihr Bild vom Kreuz.

Das Kreuz gehört zur „Passionswerkstatt“ – einem Angebot für Einzelne und Gruppen in der Passionszeit. Denn: Crux omnia probat! Am Kreuz entscheidet sich alles. Das Geschehen rund ums Kreuz bildet das Fundament des christlichen Glaubens und die christliche Welt ist voller Kreuzdarstellungen. Dagegen ist die Kreuzesgestalt in der Friedenskirche nur verborgen offenbar. Das Verborgene und Geheimnisvolle regt zum Nachdenken, Innehalten und Gestalten an.

Zu Beginn: Das noch leere Holzkreuz durchmisst fast den gesamten Innenraum der Friedenskirche.

In der Passionszeit verwandelt sich die Friedenskirche in ein Atelier. Passanten; Schulklassen, Gemeindegruppen und viele andere gestalten ihr Bild vom Kreuz und platzieren es auf einem entstehenden Kreuzesmosaik. Bis Karfreitag entsteht so eine großes Kreuz, das Taufe, Altar und Kanzel verbindet.

 

Stifte, Scheren, Kleber und zahllose unterschiedliche Materialien laden zum Gestalten ein. Eifrig sind Große und Kleine bei der Sache. Ganz individuell stellen sie ihre Ängste und Hoffnungen dar und legen im Anschluss ihr kleines Kunstwerk auf dem Kreuz ab. Klicken Sie auf die Bilder in unserer Galerie, um sie zu vergrößern:

Werktags werden Schulklassen der Heiligenbergschule und der Tiefburgschule nach einer thematischen Hinführung in der Kirche arbeiten. Nachmittags steht das Atelier unter der östlichen Seitenemporen Gruppen und Passanten zur Verfügung. Informationen zum Kreuz und Inspirationen zur Gestaltungen werden in der Kirche zugänglich sein.

Hier eine Auswahl der inzwischen mehr als 400 Bildtafeln. Klicken Sie auf die Galerie, um sie zu vergrößern:

Und täglich wächst das Kreuz weiter. Gerne können Gruppen auch Termine mit dem Pfarramt vereinbaren, damit ein Mitglied des Vorbereitungsteams eine Einführung gibt.

Anmeldungen über das Pfarramt der Friedensgemeinde.

Voraussichtlich bis zum 23. April wird das Kreuz in der Friedenskirche installiert sein. Danach wird es abgebaut und in kleinere Einheiten umgestaltet. In seiner Originalfassung wird es danach nicht mehr zu sehen sein. Wer es betrachten will, kann dies im Rahmen der Öffnungszeiten der Friedenskirche täglich von 9 bis 18 Uhr tun.

In den kommenden Wochen können Sie hier den weiteren Verlauf der Passionswerkstatt und das Anwachsen des Kreuzesmosaiks verfolgen – mit Bildern und Texten. Folgen Sie unserem Blog.