Archiv für den Monat Juni 2011

Ich freue mich auf die neue Friedenskirche, weil… – Ergebnisse der Umfrage im Blog

Vor der Gemeindeversammlung hatten wir alle Friedensblogger um ihr Votum gebeten, warum sie sich auf die neue Friedenskirche freuen. Das Ergebnis ist ein bunter Reigen, ebenso bunt wie die Gemeinde, die Kirche ausmacht – heute und zukünftig. Lesen Sie selbst.

ICH FREUE MICH AUF DIE NEUE FRIEDENSKIRCHE, WEIL …

… Veränderung den horizont erweitert

… Neues in Vertrautes eingebunden wird.

… mich der Entwurf von Anfang an begeisterte!

… sich durch die neue Raumgestaltung vielfältige Möglichkeiten für die Gottesdiens

… sie wunderschön hell und einladend auf mich als Gottesdienstbesucher wirkt!

… Kirchen vielfältige Lebensräume sein sollen

… mich das Konzept absolut überzeugt!!

… die Kirche heller,zentrierter und demokratischer wird. Weilwir neue Formen leben.

… sich jetzt Neues und Altes verbinden

… ich das Konzept überzeugend finde

… sie neue Möglichkeiten für eine vielfältige Liturgie bietet…

.. Leben immer auch Veränderung ist!

… die Kirche jetzt das Zentrum hat.

… ich das „Baustellenkonzert“ erlebt habe

… weil „pantha rei.“ (Alles fließt…), wie schon Heraklit sagte.

… die Freitreppe toll aussieht

… Kirche allgemein sich ändern muss um in Zukunft noch für viele attraktiv zu sein

… ich das Konzept innovativ und zukunftsorientiert finde

… sie mit ihrer der Tradition verbundenen Offenheit zum Besuch einlädt.

… es ein gutes Stück Architektur werden wird!

… sie so viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet

… sie ein zukunftsweisendes PROJEKT ist.

… ich Kantoreimitglied bin

… der neue Kirchenraum Freiheit zum Atmen lässt.

… die Möglichkeiten der Nutzung wesentlich verbessert werden

… ich schon sehr viel positives darüber gehört habe

… es eine wunderbar einladende Kirche wird

… sie eine Vision der Zukunft in sich trägt

… die Kirche nun ihre Mitte gefunden hat.

… ich die Pläne für absolut überzeugend halte.

ich das Konzept sehr gut finde und gerne wieder bei Konzerten in der Kirche bin

… ich schon die alte geliebt habe und sich Gottes Gestalt auf Erden wandelt

… die Umsetzung aus liturgischen wie architaktonischen Gesichtspunkten sehr gelungen ist!

… mich das Modell überzeugt

… das neue Raumgefühl Gutes verspricht.

… Freue mich nicht, weil der Wille einiger wenigen durchgesetzt wird!

… man auch Platz für Kreativität hat.

… es ist an der zeit mit der zeit zu gehen .

… sie einfach schön wird!

… sie Größe und Weite bekommt und trotzdem eine konzentrierte Mitte.

sie Veränderung bringen soll

… Hallo, also ich befürworte die Stufenanlage sehr, ebenso mein Sohn (name)

… dieses Konzept so viele Möglichkeiten Gottesdienste zu feiern ermöglicht .

… sie mehr Transzendenz ermöglicht.

… dieses Konzept einfach gelungen ist!

… ich war beim Kinderchor-Baustellenkonzert, finde die Treppen genial!

… ich die Konzeption gut finde!

… sie mir selbst jetzt schon gut gefällt.

… Sie Neues ermöglicht.

… diese Baumaßnahme längst überfällig ist

… Fortschritt immer gut ist!

… ich mir davon eine helle, nach oben offene und den Menschen zugewandte Kirche erhoffe

…wir dann im Kreis um den Altar Abendmahl feiern können

… der Innenraum der Kirche enorm gewinnt an Flexibilität, Offenheit, Modernität.

… mir die Umbaumaßnahmen sehr gut gefallen!!!!!

… der Raum sich öffnet.

… sie für mich sowohl ästhetisch als auch theologisch überzeugend entworfen wurde.

… ich Anwohner bin

… ich die Musik dort super finde.

… Jahrelang Gemeindemitglied war und das neue Baukonzept schon damals toll fand!

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Wenn einer eine Reise tut…

… dann kann er was entdecken. Mitglieder der Kantorei der Friedenskirche sind derzeit im Rahmen einer Konzertreise in Stockholm, Schweden. Am Donnerstag, 23. Juni, am Vorabend von Mittsommernacht, singt die Kantorei ein Konzert in der Sofienkirche im Stadtteil Södermalm. Was wir alle nicht wussten und am Mittwoch bei der ersten Probe erstaunt entdeckten: Die Sofienkirche in Stockholm ist wie eine große Schwester der Friedenskirche in Handschuhsheim. Außer dass die Orgel hinten ist, gleichen sich beide Kirchen in zahlreichen Details.

Die Sofiakirche in Stockholm, Schweden

Die Sofiakirche ist ein ebenfalls Zentralbau mit Emporen an den Seiten und über dem Eingang. Die Aufgänge zu den Emporen sind wie in der Handschuhsheimer Friedenskirche über vier Treppenhäuser. Und wie in der Friedenskirche gibt es über dem Eingang ein großes buntes Glasfenster.

Offenkundig hat sich die Gemeinde bei ihrer letzten Renovierung, die sicher schon ein paar Jahre zurückliegt, ebenfalls dafür entschieden, die frontale Sitzordnung aufzugeben und den Altar mehr in die Mitte des Kirchenraums zu rücken. Die Gemeinde versammelt sich (mit viel Platz) rund um den Altar.

In der Sofiakirche in Stockholm versammelt sich die Gemeinde um den Altar

Man sieht aber auch: Ohne gestalterische Idee bleibt der bisherige Altarraum einfach leer. Immerhin hat man noch den alten Altar an der Wand erhalten. Aber wo liegt jetzt das orientierende Kraftzentrum im Kirchenraum? Der neue Altar wirkt schwach. Im früheren Altarraum liegt unvermittelt ein Teppich. Eine Verlegenheitslösung, um die Leere zu füllen?

Man sieht hier am konkreten Beispiel, was bei den Diskussionen um die neue Friedenskirche immer wieder von den Architekten und dem Ältestenkreis betont wurde: Wenn man sich entscheidet, den Altar in die Mitte zu stellen, dann muss der entstehende Leerraum gestaltet werden. Das tut in der neuen Friedenskirche die Stufenanlage als Ort der Verkündigung.

Und außerdem: Man achte auf den Taufstein. Auch in der Sofiakirche Stockholm hat man offenkundig den „alten“ Taufstein erhalten. Aber richtig in die Mitte rücken wollte man ihn offenkundig nicht. Nun steht er etwas unschlüssig halbrechts vor einer Sitzbank. Eine halbherzige Lösung.

Am Beispiel der Sofiakirche in Stockholm zeigt sich, wie wichtig es ist, bei einer Kirchenrenovierung auf die Schlüssigkeit des theologischen und liturgischen Konzepts zu achten.

Der Altarraum der Sofiakirche

Baustellenumfrage – ein eindeutiges Votum

Im Zuge der Baustellenführungen am Modell der Stufenanlage wurden die vielen Besucher schriftlich zu Rückmeldungen und Einschätzungen aufgefordert. Die Ergebnisse der Umfrage möchten wir jetzt veröffentlichen.

Es gab zweierlei Umfragen, zum einen die Umfrage im Blog, deren Kommentare wir an späterer Stelle noch veröffentlichen werden, zum anderen die Auswertung der Rückmeldebögen unter allen Besuchern der Baustellenführungen. Das Ergebnis ist eindeutig. Doch sehen Sie selbst. Es wurden Rückmeldungen zu vier verschiedenen Aspekten erbeten:

Öffnung

Bisher war der Chor auf der Empore für die Gemeinde unsichtbar. Jetzt ist der Blick geöffnet. Eine Verbindung von Verkündigung und Musik entsteht.

Wie empfinden Sie die neue Lösung?

 Ausrichtung

Bisher versammelten wir uns vor dem Altar. Jetzt rückt er in unsere Mitte. Wir können einander auch ansehen.

Empfinden Sie das als eher unangenehm oder angenehm?

 Raumwirkung

 Unsere Kirche als Raum wirkt jetzt großzügiger, einheitlicher und heller.

Das finde ich  …

 Bestuhlung

Neigen Sie eher zu …

Zudem wurden die Besucher der Baustellenführungen gebeten, ihre eigenen Eindrücke noch einmal mit eigenen Worten zu beschreiben. Ausserdem wurden Vorschläge erbeten, die in den laufenden Planungssitzungen mit den Architekten aktiv aufgenommen und diskutiert werden. Wir danken für die ausführlichen Rückmeldungen!

Wir möchten hier alle abgegebenen Wortmeldungen unkommentiert wiedergeben:

schöne Außenbeleuchtung
Kanzel soll näher an die Gemeinde rücken, helle Farbe soll durch Farbpunkte lebendiger werden
Vorsicht vor zuviel Steifheit und Distanz; wir wollen kein Theater, sondern Kirche der Nähe
nicht noch mal stundenlang diskutieren und vermitteln, sondern den Bau schleunigst durchziehen
diese Stufen passen nicht, vor allem die beiden Türen daneben sind völlig unpassend
die Wand der Orgelempore könnte gerade durchgezogen werden, dann entstünde dort auch mehr Platz
Stufen für Musiker evtl. etwas breiter
Taufstein sehr gut positioniert, lieber keine Schriftgestgaltung auf den Stufen. Laßt euch nicht entmutigen
deutlicher machen, dass genügend Plätze Sicht auf den Altar haben
Einleitung von Lothar bei der nächsten Führung kürzer
Stufenanlage evtl. etwas kleiner, wirkt schon dominant
helle Stühle, gute natürliche Beleuchtung
absolut gelungen, übertrifft meine Erwartungen total, weiter so!
wirkt heller, freundlicher, lebendiger. Alt und Jung sollen angesprochen werden
der Kirchenraum soll in so schönen hellen Farben gestrichen werden, wie es in den Ecken angedeutet ist
grundsätzlich Bänke – man ist sich näher. Will man aber eine Art Halbrund, schafft man das mit Stühlen leichter.
Öffnung grundsätzlich gut, Treppe ist mir dennoch zu wuchtig; Helligkeit positiv
es ist spektakulär schön
Taufbecken mehr nach hinten
Über das Material der Stufenanlage nachdenken. (Holz, Stein, hell…) (gekürzt)
Ich bin überwältigt von diesem neuen Raumgefühl … Ich freue mich auf die vielen Gestaltungsmöglichkeiten… Ich finde das ganze Konzept gut durchdacht…
helle lichte Farben. Podest ist sehr hoch
Treppe soll nach unten divergieren. Holz auf Emporen weg. Zusätzliche Aufstiegsmöglichkeiten (diagonall, parallel zur bestehenden)
Kanzel eine Stufe runter
abgetöntes warmes Weiß. Keine Stufe zur Altarinsel
Kanzel eine Stufe runter
Kirchenraum hell, Farbe nicht zu kalt
Steinboden Altarinsel warmer Farbton
Seitlich Altarinsel mehr Platz. Kanzel weit weg von Gemeinde. Raumeindruck ist überwältigend. Dies ist meine Kirche. Schön.
Treppe etwas kleiner. An beiden Seiten Aufgänge
Emporen in Renovierung so einbeziehen, dass man den Altar sieht
Treppe prinzipiell gut. Sicherheitsaspekte überdenken. Sturzgefahr?
Variable Podeste zur Ergänzung
Trittschalldämpfung auf Stufen. Kanzel Stufe tiefer. Bin sehr beeindruckt! Ich glaub‘, das wird richtig gut!
Sicht auf Emporen sollte gut sein, wichtig für Konzerte. Sicht auf Kantor für Chor gewährleisten
Verhältnis Altarpodest-Bestuhlungsraum wirkt im Moment unverhältnismäßig
Das Geländer der Stufenanlage stört mich in der jetzigen Form. Macht die Anlage eng, kleinteilig
Auf jeden Fall Stühle, keine immobilen Bänke; Filzkissen auf den Steinstufen; Ich bin beeindruckt von der veränderten Raumwirkung
Verhältnis Treppe-Kirchenraum unverhältnismäßig. Podest nimmt zu großen Raum ein. Besucher werden nach hinten gedrängt.
Wie wird die farbliche Gestaltung sein. Sandstein wirkt derzeit eher unpassend
Kanzel in der Mitte weit weg, thronend, gefällt mir gar nicht. Ansonsten bin ich sehr positiv überrascht.
Ich glaube, das wird richtig gut.
ich alles schön finde
Rollstuhlrampe. Geländer sicher. Auch hohe Absätze auf den Stufen. 100 Chormitglieder schnell genug raufgeklettert?
Für den Chor mobile Zwischenstufen
Raum wirkt größer und erhabener
Ich bin sehr beeindruckt und freue mich auf die Gottesdienste in der „neuen“ Kirche
Wenn neuen liturgischen Momenten Rechnung getragen werden soll, so muss das Hauptaugenmerk auf den Kirchenraum gelegt werden. Die Emporen stehen an zweiter Stelle.
Insbesondere für die Gottesdienstgestaltung mit Kindern (was ich an der FK sehr schätze) eröffnet der neue Raum ganz tolle Möglichkeiten
Geländer der Stufenanlage passend zum Kirchenraum
Ich finde es sehr schön weit, licht und offen – sehr. Einladend und zum Miteinander geeignet. Freue mich schon auf die Gottesdienste, die in diesem herrlichen(?) Rahmen möglich sein werden.
…dass Abendmahl öfter gefeiert wird, um der neuen Gestaltung des Raums Rechnung zu tragen und die Versammlung der Gemeinde um den Tisch des Herrn lebendiger werden zu lassen.
Der Raum wirkt offen, frei, bietet mit der Treppe viele neue Möglichkeiten der Benutzung, Konzerte… U auch Gottesdienste werden offener gestaltet.
… Der Geist Gottes in diesem großartigen Bauwerk weht und die Zwietracht heraus treibt. Ich freu mich auf die Gottesdienste mit der Neugestaltung.
Stühle oder kurze Bänke. Das Raumgefühl ist überwältigend. Ich freue mich auf die helle, weite neue Kirche!
Taufstein unbedingt in die Mitte
Stufenanlage 1 oder 2 Stufen weiter nach hinten rücken
Altar und Gemeinde sollen weiter zusammenrücken
der Raum ist einladend geworden; eine wirkliche Bereicherung; sehr gut!
hoffentlich ist die Kirche bald fertig
Der Umbau soll endlich durchgeführt werden
sehr gute Akkustik, man hört fast jede Stimme; Kinder sind viel aufmerksamer und disziplinierter
Treppe bis an die Seitenwände ziehen; auch unten wieder Bänke
Zugang zum Altar sollte stufenlos sein; Kanzel nach vorne und unten rücken oder weglassen
Mauerreste seitlich oben auch noch abreißen oder lichtdurchlässig gestalten
tolle Raumwirkung; Kirchenumgestaltung bald realisieren
Brüstungsmauer neben der Stufenanlage komplett entfernen; nur Geländer; weniger spitzer Winkel zwischen Türen und Stufenanlage
Geländer zurückhaltender; Seitenteile Empore weniger hervortretend; weniger spitzer Winkel bei der Türen zur Sakristei
insgesamt sehr guter Eindruck; Offenheit zw. Empore und Kirchenschiff / Altarraum sehr gut
SUPER
bessere Lautsprecheranlage als in der Vergangenheit
Abrunden der Ecken des unteren Podests
Stufen sollen nicht gebaut werden
es gefällt mir, dass man das Gefühl der Verbundenheit mit den Menschen, die den Gottesdienst gestalten, bekommt
Ich war positiv beeindruckt von der Weite und dem lichten Raumgefühl. Die Düsterkeit und Enge, die in manchen alten Kirchen herrscht, existiert nicht mehr
es sollte ein anderer Fragebogen entwickelt werden, der nicht so unzutreffend und tendenziös formuliert ist
Wäre nicht eine Holzkonstruktion für die Treppe möglich
vielen Dank für die interessante und informative Führung
die Stufenkonstruktion wird unfallanfällig sein
vielen Dank für die sehr schöne und kompetente Führung durch den Kirchenraum – ich freue mich auf die Neugestaltung
Ort der Predigt nahe bei der Gemeinde; Umgestaltung hat revolutionären Charakter, so ist die Unruhe in der Gemeinde sehr verständlich. Viel Erfolg und Segen der Arbeit.
kleinere Stufenanlage
Standkreuz soll nicht unnatürlich groß ausfallen
Raumwirkung erdrückend; die Leute, die oben sitzen, sehen nichts mehr. Evtl. sind die Treppen etwas zu hoch geraten
die Stufen sind sehr hoch; evtl. fehlt an Weihnachten unten Platz
die Bänke sollen drin bleiben
Stufen sind zu hoch; man sollte den Altar von den oberen Emporen auch noch sehen können
es soll behindertengerecht gemacht werden
Kirche wirkt kleiner durch die Treppe; Treppe hat zu hohe Stufen
dass man den Chor den ganzen Gottesdienst sieht, kann ablenken

Falscher Trauerrand

Am 18. Februar schrieb Initiativen-Begründerin Christiane Schmidt-Sielaff in einem Leserbrief an die RNZ, die Abstimmung in der Gemeindeversammlung könne „Grundlage für den Beginn des Friedensprozesses“ in der Gemeinde werden. Voraussetzung sei, dass das Votum vom unterlegenen Teil „als endgültiger Gemeindewille akzeptiert“ werde. Wann endlich lassen die Initiativen gegen den geplanten Umbau der Friedenskirche ihren Worten auch Taten folgen? Statt dessen gab es jetzt wieder ein Flugblatt zu lesen in Handschuhsheim, eine Stellungnahme für die Initiativen von Frau Dr. Köhler und Herrn Haßlinger. Ein Flugblatt mit fettem Trauerrand, das in der Forderung nach „neuen Personen in der Gemeindeleitung“ gipfelt. Also die Absetzung von Pfarrern und Ältesten. Ich frage: Warum dieses schändliche und boshafte Nachtreten?

Köhler und Haßlinger schreiben, sie seien traurig über das „Triumphgeschrei der Modernisierer“. Ich will an dieser Stelle nur daran erinnern, dass die Abstimmung in der Gemeindeversammlung vom 6. Juli 2008 (übrigens mit 75:56 gegen die Stufenanlage deutlich schwächer und knapper als das jüngste Votum der Gemeindeversammlung am 19. April) seitens der Stufengegner mit lautem Gejohle, Beifall und Fußgetrampel auf den Holzpodesten in der Kirche und mit Halleluja-Rufen(!) quittiert wurde. Schon vergessen? Demgegenüber war der kurze Beifall nach der Abstimmung doch eher verhalten – jedenfalls kein „Triumpfgeschrei“. Und: Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Vertreter der Initiativen, wäre das Votum der jüngsten Gemeindeversammlung anders ausgefallen, demütig schweigend den Saal verlassen hätten.

Köhler und Haßlinger behaupten, weder die Vertreter der Landeskirche noch die Dekanin noch Pfarrer oder Kirchenälteste hätten ein Wort an die Unterlegenen gerichtet. Dies ist nicht wahr. Sowohl OKR Vicktor als auch Dekanin Schwöbel haben unmittelbar nach Ende der Veranstaltung die Vertreter der Initiativen persönlich angesprochen. Pfarrer Hirsch hat unmittelbar nach der Gemeindeversammlung in einem e-mail-Rundschreiben betont, es gehe jetzt um die Integration der verschiedenen Seiten. Und er hat dies auch zum Thema seiner Predigt am ersten Sonntag nach der Gemeindeversammlung gemacht. Aber da weder Frau Köhler noch Herr Haßlinger unsere Gottesdienste besuchen, ist ihnen dieses natürlich entgangen. Der Ältestenkreis hat auf seiner ersten Sitzung nach der Gemeindeversammlung ebenfalls festgelegt, dass es in Gesprächen und weiteren Gemeindeaktivitäten darum gehen muss, neue Brücken zu schlagen. Ich selbst habe das hier im Blog auch im Blick auf das anstehende Gemeindefest beschrieben.

Im übrigen beginnen Hauptamtliche und Kirchenälteste nicht erst jetzt mit Versöhnungsbemühungen. Wir haben damit schon vor mehr als zwei Jahren auf verschiedenen Ebenen begonnen. Im vergangenen Jahr gab es im Sommer noch einmal eine besondere Initiative mit zahlreichen persönlichen Gesprächen und einigen größeren Gesprächsrunden. Ältestenkreis und Hauptamtliche haben sich im Blick auf Versöhnungsbemühungen nichts vorzuwerfen! Die eigentliche Frage lautet jetzt: Welchen Beitrag wollen eigentlich die Vertreter der Initiativen zum Friedensprozess leisten? Die jüngste Stellungnahme, die in der verklausulierten Rücktrittsforderung an Hauptamtliche und Älteste mündet, ist das klare Gegenteil davon. Hier wird Öl ins Feuer gekippt.

Was den Kompromissvorschlag der Initiativen zur jüngsten Gemeindeversammlung angeht, hatte ich mich weiterer Kommentare enthalten wollen. Die Gemeindeversammlung hatte den Vorschlag diskutiert und abgestimmt. Ich wollte da nicht nachtreten. Nun behaupten Köhler und Haßlinger erneut, damit sei eine „Chance für einen Kompromiss vertan“ worden. Dazu erstens eine sachliche Anmerkung: Die Initiativen hätten sich „dem Wunsch nach einer besseren Präsentation vor allem der Kinderchöre“ nicht  verschlossen, so heißt es. Nur: Diesen Wunsch gab es nie! Sinn der Stufenanlage war zu keinem Zeitpunkt die bessere Präsentation der Kinderchöre. Es ist erschütternd, dass über vier Jahre die Vertreter der Initiativen penetrant bei ihrer Falschdarstellung geblieben sind. Bis zum heutigen Tag. Können oder wollen sie den Sinn der Planungen nicht verstehen? Die Besucher der Kirchenbegehungen am Modell haben jedenfalls verstanden und ihre Zustimmung klar und eindeutig ausgedrückt. Und zweitens eine praktische Anmerkung: Ich hätte gerne gewusst: Wer sollte eigentlich ganz praktisch jeweils vor einem Gottesdienst die Stufenanlage aus beweglichen Teilen auf- bzw. wieder abbauen? Ich habe als Chorsänger in meinem Leben genug Chorpodeste aufgebaut um zu wissen, wie viel Arbeit das ist. In der Regel sind viele Chorsängerinnen und -sänger damit gut eine Stunde beschäftigt. Wer sollte diese Arbeit immer wieder leisten? Allein aus praktischen Erwägungen ist der Kompromissvorschlag vollständig undenkbar – und erweist sich damit als Schein-Kompromiss, der letztlich nur das Ziel verfolgte, die gegenwärtigen Planungen zu kippen.

Köhler und Haßlinger behaupten, die Stufenanlage sei ein Symbol für die Umgestaltung der Gemeinde, es gehe nur noch um die „Zielgruppe“ junger Familien. Bisher treuen und beständigen Gemeindegliedern werde das Gefühl vermittelt, dass sie mit ihren Bedürfnissen nicht mehr wahr- und ernstgenommen werden. Auch diese Behauptung ist vollständig unwahr. Wie oft soll eigentlich diese Lüge noch verbreitet werden? Es gibt keine einzige Aussage oder gar einen Beschluss des Ältestenkreises, dass die Gemeindearbeit auf eine einzige Zielgruppe ausgerichtet werden soll. Es gibt keinen Umbau der Gemeinde, wohl aber ein verantwortungsvolles Nachdenken über Gemeindeentwicklung und Gemeindeaufbau. Und wiederum: Wie können eigentlich Frau Dr. Köhler und Herr Haßlinger beurteilen, wen unsere Gottesdienste alles ansprechen, da sie selbst kaum daran teilnehmen? Es ist infam, unseren Pfarrern und Ältesten eine solche Engführung zu unterstellen. Ich weise das hier für die Hauptamtlichen und den Ältestenkreis in aller Form zurück.

Von einer „Abstimmung mit den Füßen in Richtung auf die Nachbargemeinden“ sprechen Köhler und Haßlinger. Da hilft wohl mal ein Blick in die Zahlen weiter:

Die Zahl der Kirchenaustritte ist im vergangenen Jahr (2010) gesunken gegenüber dem Vorjahr, die Zahl der Kircheneintritte ist gestiegen. Die Friedensgemeinde hatte im Jahr 2010 5.885 Gemeindeglieder – das sind 21 mehr(!) als im Vorjahr. Zum ersten mal seit 2004 hatten wir wieder einen Zuwachs(!) an Gemeindegliedern. Die Friedensgemeinde ist eine lebendige Gemeinde, die viel weniger gespalten ist, als es die Initiativen immer wieder behaupten. Eine Gemeinde, in der sich immer wieder auch neue Gemeindeglieder beheimaten – gerade weil sie die engagierte und zielbewusste Arbeit der Hauptamtlichen und der Ältesten zu schätzen wissen. Und das drückt sich auch in unseren Einnahmen aus: Die Einnahmen aus Kollekten im Gottesdienst sind – wie der gerade fertiggestellte Jahreabschluss 2010 ergibt – im vergangenen Jahr gestiegen.

Hauptamtliche und Kirchenälteste engagieren sich für eine lebendige Friedensgemeinde, in der auch streitende Positionen eine Heimat finden. Versöhnte Verschiedenheit – das ist unser Ziel! Die bemerkenswert sachliche Gemeindeversammlung hat – nicht einmal so sehr mit ihrem abschließenden Votum, sondern vielmehr in ihrer Art der fairen und sachlichen Auseinandersetzung – eine gute Grundlage dafür gelegt. Dies lassen wir uns auch nicht von den falschen und unfairen Stellungnahmen der Initiativen zunichte machen.

Holz und Gulasch

Wie sieht es aus in der Kirche? Die Frage stellen sich viele Menschen in Handschuhsheim in diesen Wochen. Nachdem beschlossen wurde, das Stufenmodell noch länger stehen zu lassen, damit die Frage der Prinzipalien besser vor Ort diskutiert werden können.

Nun aber wurde das Modell komplett abgebaut und es wurde mit den Heizungsinstallationen bereits begonnen. Das Holz des Stufenmodelles soll wiederverwendet werden, um zum Beispiel Podeste für Choraufstellungen daraus zu fertigen. Um die beträchtliche Menge Holz aus der Kirche zu schaffen wurde am 18. Juni abermals ein Arbeitseinsatz organisiert, der bestens besucht war. So war die Arbeit wieder einmal sehr schnell erledigt und man konnte des des wohlverdienten und leckeren Essens und Beisammenseins widmen.

Herzlichen Dank allen Helfern, sei es beim Holztragen oder beim Essen richten.. Besonderen Dank auch an die Firma Chlormann, die tatkräftig half die grossen Holzplatten in handlichere Stücke zu zerteilen!

Weitere Arbeitseinsätze werden folgen, wir werden rechtzeitig darauf hinweisen. Wenn Sie einen Samstag vormittag in bester Stimmung verbringen wollen, und auch einmal einen ausführlicheren Blick auf die Baustelle werfen wollen, seien Sie herzlich willkommen.

Feiern und mithelfen: Beim Gemeindefest gibt es viel zu tun!

Am Sonntag, 3. Juli 2011, feiern wir ein buntes Gemeindefest. Es beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Freien. Danach gibt es Mittagessen, Kaffee und Kuchen, und natürlich wieder ein prall gefülltes buntes Programm. Eine Gelegenheit, die lebendige Vielfalt der Friedensgemeinde kennen zu lernen, neue Kontakte zu knüpfen und mit alten Bekannten ein fröhliches Fest zu feiern.

Zum Abschluss gibt es ein „Baustellenkonzert“ der Kantorei in der Friedenskirche! Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. So etwas gibt es so schnell nicht wieder.

Für ein solches Gemeindefest sind viele helfende Hände nötig. Könnten Sie sich vorstellen, sich für ein paar Stunden zu engagieren? Keine Sorge, es bleibt noch genug Zeit, selbst mit zu feiern.

Wie Sie uns helfen können:

  • Für’s Kuchen-Buffet sind noch Kuchenspenden erbeten.
  • Haben Sie Lust, mit am Grill zu stehen oder bei der Essensausgabe mitzuhelfen?
  • Oder möchten Sie durstige Kehlen am Getränkestand mit erfrischendem kühlen Nass beglücken?
  • In der Küche haben Sie die Gelegenheit, mal eine große Spülmaschine zu bedienen.
  • Und am Ende muss alles wieder abgebaut und aufgeräumt werden – bevor wir den Tag noch bei einem kühlen Bier (oder ähnlichem) ausklingen lassen.

Das Helfer-Team beim Gemeindefest hat immer viel Spaß. Wenn Sie dabei sein wollen, melden Sie sich bitte kurz im Pfarramt Ost, wo alles koordiniert wird:

Telefon: 06221-480274

mail: friedenskirche-ost@ekihd.de

Schon jetzt allen Helfern ein großes Dankeschön!

Helfer gesucht! Am Samstag, 18.6. ab 9 Uhr

Für einen nicht allzu großen Arbeitseinsatz in der Friedenskirche suchen wir Helferinnen und Helfer. Und da Ferien sind und viele verreist, hoffen wir sehr, dass sich einige spontan zum anpacken bereit finden.

Worum geht es?

Das Modell der Stufenanlage ist in den vergangenen Wochen abgebaut worden. Mittlerweile haben bereits die Elektriker mit ihren Arbeiten in der Kirche begonnen. Das Modell der Stufenanlage ist aber nicht einfach zerschlagen worden. Das Holz ist sorgsam bewahrt worden. Daraus sollen später passgenau zusätzliche Podeste erstellt werden, mit denen – zum Beispiel für eine volle Chorbesetzung – die Stufen der Stufenanlage genau halbiert werden können.

Dieses Holz lagert derzeit in der Kirche. Es muss nun in den Kirchenkeller hinuntergetragen werden. Und dort im Keller müssen zunächst einige Stühle umgestapelt werden, um Platz für das Holz zu schaffen.

Wenn zwischen fünf und zehn Helferinnen und Helfer da sind, ist das schnell gemacht. Aber wie gesagt, es sind Ferien. Deswegen, wenn Sie es einrichten können und Sie mit anpacken wollen, kommen Sie bitte. Und sagen Sie es auch anderen weiter.

Der kleine Arbeitseinsatz findet statt

am kommenden Samstag, 18. Juni 2011, ab 9 Uhr.

Treffpunkt Friedenskirche.

Es wäre gut, wenn Sie feste Schuhe und Arbeitshandschuhe mitbringen.

Allen, die mithelfen, schon jetzt ein herzliches Dankeschön!