Archiv für den Monat Oktober 2016

Interreligiöser Trialog in der Friedensgemeinde

Im eigenen Glauben dem Fremden begegnen

Religionen erheben den Anspruch, dass ihnen Wahrheit offenbart ist. Wie aber ist, in der Gewissheit des eigenen Glaubens, ein Dialog möglich, bei dem zugleich die Wahrheitsfähigkeit der anderen respektiert und anerkannt wird?

Welche Traditionen, Weisheiten und ethischen Grundsätze teilen die drei „Abrahamsreligionen“ sogar miteinander? Nicht nur angesichts der kriegerischen Konflikte im Mittleren Osten und der Migration nach Europa, sondern auch mit Blick auf die Flüchtlinge und den neuen jüdischen Friedhof bei uns in Handschuhsheim ein hochaktuelles Thema.

Darüber sprechen vier Beteiligte aus drei Religionen: die katholische Theologin Prof. Dr. Katja Boehme, Leiterin des Kompetenzstudiengangs Interreligiöses Begegnungslernen an der hiesigen PH; Ibrahim Etem Ebrem, Heidelberger Muslim und zivilgesellschaftlicher Aktivist; Prof. Dr. Birgit Klein von der Hochschule für Jüdische Studien und Prof. Dr. Klaus Müller, der Beauftragte der Ev. Landeskirche in Baden für das christlich-jüdische Gespräch.

Ein interreligiöser Tiralog
am Donnerstag, 17. November 2016, 20 Uhr
im Gemeindehaus an der Friedenskirche

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Allein die Schrift – Sola scriptura!?

Experimentierfreudiger Reformationsgottesdienst
in der Friedenskirche

Eigentlich ist es gar kein Experiment. Denn dass die Heilige Schrift im Zentrum eines evangelischen Gottesdienstes steht, war ein Kernanliegen der Reformatoren und ist darum eine Selbstverständlichkeit.

In einer Reihe von vier Gottesdiensten lässt die Friedensgemeinde im Jubiläumsjahr zu 500 Jahren Reformation diese reformatorischen Grundprinzipien auf neue und experimentierfreudige Art wieder lebendig werden.

Foto: Nahler

„Sola scriptura: Allein die Schrift!?“ unter dieser Überschrift findet am 30. Oktober um 10.00 Uhr der erste Gottesdienst dieser Reihe in der Friedenskirche statt.

Der Innenraum der Kirche, der zunächst nur neugierigen Blicken vorbehalten bleibt, aber nicht betreten wird, gleicht dabei einer großen Schreibwerkstatt; die Besucherinnen werden statt mit Gesangbüchern am Eingang mit Bibeln ausgestattet und auf die Seitenemporen geleitet. Von dort aus sind die vier Engel mit ihren Schriftbändern mit Schriftzitaten in den Kirchenfenstern besonders gut zu sehen. Sie treten im Verlauf des Gottesdienstes aus einem akustischen Klangteppich hervor und entrollen ihre Schrift in den Kirchenraum.

 

Die Worte aus der Friedensfeier von Friedrich Hölderin, die auf der Stufenanlage eingraviert stehen, werden in einem szenischen Durchgang von dort auf-gelesen und mit den Bibeltexten ins Gespräch gebracht. Und natürlich wird bei einem Gottesdienst, der Schrift in den Mittelpunkt stellt, auch geschrieben. Dazu müssen die Bibeln freilich erst aus der Hand gelegt werden.

Foto: Wodicka

Was daraus entsteht? Lassen Sie sich einladen und überraschen.

 

Mitwirkende: Pfarrer Dr. Gunnar Garleff, Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs, Architekt Armin Schäfer und Vorbereitungsteam.