Archiv für den Monat September 2017

Eine schöne Gemeinschaft

Erfahrungen beim Pilgern

Am Wochenende 15.-17. September wurde die erste Etappe des Evangelischen Frauenpilgerweges in Baden eröffnet. Der Weg führte nach Heidelberg, in die Friedenskirche. Zum Abschluss feierten die Pilgerinnen und die Friedensgemeinde gemeinsam Gottesdienst.

 

Frauenpilgerweg

Dabei trugen Frauen Erfahrungen von der gemeinsamen Wanderung vor:

PilgerstufenGanz in der Nähe von meinem Heimatort Heidelberg und mir doch gänzlich unbekannt. Auf dem Weg sein, auch im übertragenen Sinn. Gemeinsames Laufen tut der Seele gut. Eine Auszeit vom Alltag nehmen. Innehalten an und in Kraftorten.

Wesentliche Gespräche über den Glauben führen. Eine wunderschöne Andacht im Kloster Lobenfeld. Nur die Schritte der Pilgerinnen hören im Wald.

Ich fühlte mich am richtigen Ort, auf dem richtigen Weg, mit netten Frauen und mit Gott. In der Natur die Seele baumeln lassen. Die Kathedrale des Buchenwaldes. Vom Nebel in die Sonne. Das schimmernde und leuchtende Sonnenlicht zwischen den Bäumen und Hügeln. Nach Kühle und Morgennebel sind wir über Hügel mit Obstbäumen der Sonne entgegen gewandert. Die Füße schmerzen und der Rücken spannt. Ich spüre meinen Körper. Die vielen Menschen mit den unterschiedlichen Geschichten, die meine Lebenssituation auf irgendeine Weise berühren. Eine schöne Gemeinschaft.

Pilgerpause

Eigentlich gut erholt nach dem Urlaub. Trotzdem wie überfallen von allem, was seit Montag wieder auf mich einstürmt. Zu viel Zeit in geschlossenen Räumen verbracht. Wege in Hektik zurückgelegt. Kein Blick für den Tau am Morgen, die fallenden Kastanien am Weg, die Wolkengebirge am Abend. Und dann die ganze Woche Regen wie zum Hohn: Der Sommer ist vorbei!

PIlgerrucksackFüße in geschlossenen Schuhen. Die Reste des roten Nagellacks blättern ab. Arbeit, die mich erfüllt. Kinder, die mich fordern. Der alltägliche Schulwahnsinn. Und die lieben Kollegen. Statt Innehalten: Aufgehaltenwerden im Straßenverkehr, im Supermarkt, in Gedanken. Nicht immer fühle ich mich am richtigen Ort. Und dann in der Kirche: Die vielen Menschen mit den unterschiedlichen Lebensgeschichten, die meine Lebenssituation auf irgendeine Weise berühren. Eine schöne Gemeinschaft.

Pilgersonne

FOTOS: Martina Reister-Ulrichs

Pilger.Schön

Badischer Frauenpilgerweg – führt in die Friedenskirche

Abschluss der ersten Etappe am kommenden Sonntag um 11 Uhr

Was haben Frauen vor 500 Jahren zur Reformation beigetragen und welche Kraft wächst daraus den Frauen von heute?

Der Evangelische Frauenpilgerweg in Baden führt von Frauenorten in Kirchen über weibliche Kraftorte in der Natur zu Wirkorten nachreformatorischer Frauen in Dörfern und Städten.

In ökumenischer Weite gedacht pilgern (nicht nur) evangelische Frauen durch Baden auf einem Weg mit Impulsen zu weiblicher Spiritualität, zu Interreligiosität, zu Gesellschaftspolitik und zu Frauenleben in der Geschichte. In Abschnitten der Besinnung und des Schweigens lernen die Pilgerinnen loszulassen, zu verzichten, durchzuhalten – und weibliche Kraftquellen neu zu entdecken.

Die Auftaktetappe findet von Freitag, den 15., bis Sonntag, den 17. September 2017 in Nordbaden zwischen der Klosterkirche Lobenfeld und Heidelberg statt. Den Abschluss feiern wir am kommenden Sonntag um 11 Uhr (eine Stunde später als sonst üblich) in der Friedenskirche.

Herzliche Einladung!

Die erste Etappe des Badischen Frauenpilgerweges von Mosbach bis Heidelberg

Friedensgemeinde mobil

Treten Sie in die Pedale

 

Frischen Wind um die Nase und wieder die Freiheit der Mobilität genießen – das ist die Idee der Gemeinde-Rikscha, die im vergangenen Jahr acht Wochen lang getestet wurde. Angeregt durch die guten Erfahrungen, möchte das Fundraising-Team der Friedensgemeinde durch Spenden den Kauf und den Betrieb einer Gemeinde-Rikscha ermöglichen. Sie haben vielleicht im letzten Gemeindebrief darüber gelesen. Dazu benötigen wir Ihre aktive Unterstützung! In ganz unterschiedlichen Formen können Sie uns dabei helfen:

Wir suchen Fahrer und starten Schnupperwochenenden  Im ersten Schritt möchten wir ein „Fahr-Team“ bilden, das an Schnupper-Wochenenden Probefahrten durchführen kann. Schon am 1. Oktober können Sie nach dem Erntedank-Gottesdienst testen, wie angenehm es sich mit der Rikscha fahren lässt! Wer also gesundheitlich fit ist, gerne Rad fährt und sich stundenweise für ein aktives Gemeindeleben bei uns einsetzen möchte, der schicke bitte eine Mail an

friedensgemeinde-rikscha@gmx.de. oder rufe im Gemeindesekretariat unter Tel. 6560 230 an und hinterlasse dort seine Kontaktdaten. Ihren Aufwand beim „in die Pedale treten“ vergüten wir mit 8,50 Euro die Stunde.

Wir benötigen Ihre materielle Unterstützung für diese gute Sache  Wir möchten Sie mit vielfältigen Aktionen dafür gewinnen, unser Rikscha-Projekt auch materiell zu unterstützen. Dazu werden wir gegen Advent einige Aktionen starten – lassen Sie sich überraschen! Wir hoffen, mit Ihrer Hilfe bereits zu Beginn des neuen Jahres einen ausreichend großen Spendenbetrag gesammelt zu haben, den wir für die Bestellung einer Rikscha benötigen. Bitte verschaffen Sie der Rikscha Rückenwind! Viele ältere und immobile Menschen aus der Gemeinde, ob daheim oder in den Altersheimen werden es Ihnen danken!

Ihr Fundraising-Team der Friedensgemeinde

FAQ-1

Wofür möchten wir denn eine Gemeinde-Rikscha nutzen? Wir möchten mit der Rikscha den Menschen, die nicht mobil sind, ein Stück mehr Bewegungsfreiheit zurückgeben. Dazu sind Kooperationen mit den Altersheimen und der Nachbarschaftshilfe und anderen Gruppen vorgesehen.

Und wer fährt wen – wohin? Wir suchen ein Team aus ca. 10 Fahrern, die gegen eine Vergütung von ca. 8,50 Euro die Stunde wenig mobile Menschen dorthin bringen, wohin sie alleine nicht mehr kommen. Das kann eine Fahrt ins Grüne sein, ein Transport zum Arzt, zum Einkaufen, zum Gottesdienst, zum Konzert. Oder auch auf Rädern zum Essen an den Mittagstisch von Philippus, Michael, DRK, …

Warum vergüten wir das Rikscha-Fahren? Verlässlich einer körperlichen Betätigung wie Rikscha-Fahren nachzugehen ist schon ein gewisser Aufwand, der vor allem von jüngeren Menschen erbracht werden sollte. Wir wollen deshalb auch durch die Vergütung Gruppen ansprechen (wie beispielsweise Studenten), die wir ansonsten nicht dafür gewinnen könnten.

 Was wollen wir damit erreichen Wir wollen Wünsche erfüllen und weniger mobilen, oft älteren, Menschen ein Stück Bewegungsfreiheit zurückgeben. In der letztjährigen Probephase fuhr das Rikscha-Team beispielsweise Menschen auch zu den Erinnerungsorten Ihres Lebens. So entstanden bewegende Momente – für Fahrer und Gefahrene…

Warum tun wir das? Neben den wunderschönen Projekten und Gottesdiensten in der Friedenskirche, wollen wir mit Projekten der aktiven Nächstenliebe unser lebendiges Gemeindeleben nach außen tragen. Kirche soll stärker über die Grenze des Kirchengebäudes hinausgetragen werden.

 Was kostet das? Eine Fahrrad-Rikscha zu beschaffen kostet ca. 15.000 Euro. Der Betrieb inklusive Personalkosten rund 6.000 Euro jährlich. Diese Mittel wollen wir durch nachhaltiges Fundraising aufbringen.

Ist auch an alles gedacht? An alles ist nie gedacht, aber Fragen wie Finanzierung, Wartung, Versicherung, Reparaturkosten, Buchung und dergleichen haben wir bereits einkalkuliert. Derzeit sammeln wir Fragen, die uns helfen, dem Projekt zu einem langfristigen Erfolg zu verhelfen. Sie haben solche Fragen? Dann bitte an friedensgemeinde-rikscha@gmx.de senden!

Wie kann ich das Projekt unterstützen? Sie können  unterstützen, indem Sie

  • mit in die Pedale treten
  • Unterstützer-Buttons erwerben, die es ab Oktober geben wird
  • Freunden davon berichten oder
  • Spenden, sobald ein betreffendes Konto eingerichtet ist.

Martina_klein

Wer sind ihre Ansprechpartner zum Projekt in der Gemeinde                     

Ansprechpartner in der Friedensgemeinde sind die Ältesten

  • Helmut Brodt
  • Axel Schimpf
  • Peter Heesch
  • Gerlinde Klein
  • oder unsere Pfarrer

 

Verstehen, was es heißt, als Christ zu leben

Konfirmandenunterricht startet durch

Mit dem Ende der Sommerferien startet auch die Konfirmandenarbeit in der Friedensgemeinde wieder voll durch. Aber schon vor den Sommerferien haben sich unsere neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden in ihren Gruppen zusammengefunden und sich der Gemeinde vorgestellt.

Immer schon Anfang Juli beginnen wir mit den Vorbereitungen auf die Konfirmation. Ein neuer Jahrgang von Konfirmandinnen und Konfirmanden macht sich auf dem Weg zum großen Segensfest. Die Jugendlichen werden dann auch für die Gemeinde sichtbar, jeden Sonntag im Gottesdienst.

Die Konfirmandenzeit ist eine besondere Zeit, man trifft alte Grundschul- und Kindergartenfreunde wieder, man lernt ganz neue Freunde kennen, man erlebt gemeinsam den Reichtum des Glaubens: Gebet, Musik und Gemeinschaft.

Mit unseren „Konfis“ fragen und staunen wir und machen uns gemeinsam mit ihnen auf die Suche nach Antworten. Wir versuchen zu verstehen, was es heißt als Christ zu leben, was Jesus Christus für unser Leben bedeutet.

Die Konfirmandenzeit in der Friedensgemeinde soll ein Zeit der geteilten Freude werden. Eine ganz besondere Zeit im Leben. Etwas von dieser Freude haben die 45 neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden bereits in den ersten Wochen erfahren.

Zum inzwischen traditionellen Startwochenende ging es in den Schwarzwald zur Hüttenübernachtung, Flussbett-Wanderung und Soft-Rafting.

(klicken Sie in unsere Bildergalerie)

Aber auch in den Gottesdiensten sind unsere neuen Konfis bereits als Fragende und Suchende, als Dialogpartnerinnern und -partner wahrzunehmen. Und sie wurden warmherzig und offen von den älteren in der Gemeinde begrüßt und empfangen.

Es ist eine Freude, so tolle Konfirmanden und Konfirmandinnen in der Gemeinde zu haben, Wir freuen uns auf viele schöne Momente bis zur Konfirmation im Frühjahr 2018.

Pfr. Dr. Gunnar Garleff