Archiv der Kategorie: Mithelfen!

Frühlingsgefühle

Die Gemeinde-Rikscha bewegt – und braucht Ihre Stimme!

Die Gemeinde-Rikscha startet in ihren ersten Frühling! Sommer, Herbst und Winter liegen schon hinter uns. Wir trotzten Regen und Kälte, beugten uns zeitweilig der Hitze, waren aber mit unseren Fahrten stets auf der Sonnenseite, so positiv sind die Erinnerungen. In jeder Hinsicht ist die Gemeinde-Rikscha eine Bereicherung – und zwar für Fahrer und Passagiere.

Jetzt bewirbt sich die Friedensgemeinde um den Preis „Gemeinde 2019“ der evangelischen Monatszeitschrift chrismon. Dort werden innovative Gemeindeprojekte aus ganz Deutschland vorgestellt. Neben einer Jury entscheidet vor allem das Publikum, welches Projekt den Preis erhält.


Deshalb: Stimmen Sie ab für die Friedensgemeinde! Unterstützen Sie unser Rikscha-Projekt! Hier geht’s direkt zur Abstimmung

Wir Fahrer hören Geschichten über Handschuhsheim, Heidelberg und die Welt. Wir dürfen Orte mit anderen Augen sehen: „Ah, die Wasserschachtel, da habe ich Schwimmen gelernt.“ Gemeint ist die Neckar-Ausbuchtung nördlich der Theodor-Heuss-Brücke zu Beginn der Neckarwiese. Oder: „Na, das ist ja das Neubauviertel…“ Gemeint ist die Bebauung Burgstraße nördlich ab Biethsstraße. Dem Fahrer, der 50 Jahre jünger als sein Passagier ist, erschließt sich plötzlich eine ganz andere Welt, Stadtgeschichte in ihrer schönsten Form!

Vor allem die Spazierfahrten standen im Vordergrund. Regelmäßig donnerstags waren Bewohner des St.Hedwigs-Hauses unterwegs und freitags die aus dem Haus Philippus. Sie besuchten das Feld, den Neckar. Schauten, wie sich Handschuhsheim verändert hat. Genossen den Graham Park oder wollten auch mal eine Rundfahrt durch die neue Bahnstadt. Oft ließen sie sich einfach bei netten Gesprächen den Wind um die Nase wehen. Auch die kurzen Transportfahrten zum Friseur, zur Bank, zum Arzt oder zur Physiotherapie fanden stets gut gelaunt und heiter statt. Hochzeitspaare ließen sich mit der Rikscha kutschieren, Geburtstags- oder Überraschungsfahrten wurden angefragt.

Ein eindrückliches Erlebnis waren die Touren für die Hospizgruppe im St. Hedwig-Haus. Den Bewohnern zu ermöglichen, noch einmal raus zu kommen, Zeit für innige Gespräche zu haben, den Schatten im Botanischen Garten zu genießen, im Grünen zu sein, Abschied zu nehmen und dabei vielleicht auch Frieden zu schließen.

Und immer wieder wurde deutlich, wie flexibel man mit der Gemeinde-Rikscha ist. Diese Nähe zum Geschehen war es dann häufig auch, was die Menschen im doppelten Wortsinn bewegte. Kein Auto fährt durch den Botanischen Garten oder hält mal eben am Wegesrand um das Schauen zu ermöglichen. Kein Taxi fährt so dicht vor die Tür. Unsere Rikscha hat den Vorteil, dass sie den Status „Fahrrad“ hat und daher auch überall dort, wo es breit genug ist, fahren darf.

Dienstags profitieren die Teilnehmer des Spiel- und Seniorenkreises von der Rikscha und lassen sich bei einem netten Pläuschchen nach Hause bringen. Spontanfahrten waren noch nicht so häufig, aber da unser Fahrerteam mittlerweile auf 7 Personen angewachsen ist, bringt auch hier der Frühling sicher Neues.

Auf jeden Fall können alle Spender gewiss sein, dass sie sehr viel Freude und Dankbarkeit schenken. In diesem Sinne treten wir auch weiterhin mit viel Freude in die Pedale!

Text und Fotos: Axel Schimpf

Wanted: Weitere Rikascha-Fahrer

Seit dem ersten Juli rollt die Gemeinde-Rikscha, dank vieler Einzelspenden aus der Gemeinde. Die regelmäßigen Fahrten für die Häuser Philippus und St. Hedwig sowie den Spielkreis machen derzeit die meisten Fahrgäste aus. Der Anteil der spontanen Fahrtwünsche jedoch wächst – und das heißt, wir benötigen mehr Fahrerinnen und Fahrer!

Macht Freude: Rikscha-fahren und gefahren werden

Die Vielfalt der Fahrtziele erstreckt sich von Rundfahrten durch Feld und Stadt über Fahrten zu Arzt, Friseur oder Physiotherapie bis hin zu Fahrten zum Abschiednehmen. Diejenigen, die mit uns fahren, zeigen sich oft tief dankbar. Die Fahrer erfüllt das oft mit Glück uns Stolz.

Haben Sie Lust, Rikscha-Fahrer zu werden?

Konkret suchen wir derzeit Fahrerinnen oder Fahrer (mit Führerschein) zu folgenden Zeiten:
Dienstags 11:30 – 12:00
Dienstags 14:30 – 15:00
Dienstags 17:00 – 17:30
Freitags 11:30 – 12:00
Samstags Fahrten zum Markt zwischen 10:00  und 12:00

Interessiert? Melden Sie sich einfach bei unserer Rikscha-Zentrale:
Mail: Friedensgemeinde-Rikscha[at]gmx.de
Telefon: 0152 – 347 165 39
oder im Pfarramt: 06221 – 656 02 30

Ein Labyrinth im Paradies

Die Friedensgemeinde sucht einen Kirchengarten

Im Gemeindebrief und auf der jüngsten Gemeindeversammlung hat Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs die Idee vorgestellt: Ein Kirchengarten in der Friedensgemeinde für die Menschen in Handschuhsheim. Was hinter der Idee steckt und wie aus der Idee Wirklichkeit werden kann, das beschreibt Martina Reister-Ulrichs hier:

 

Photo by Emiel Molenaar/Unsplash

Auf meinen Spaziergängen durchs Handschuhsheimer Feld träume ich manchmal davon, dass hier auf einem Platz unter freiem Himmel ein dauerhaft begehbares Labyrinth entstehen könnte, wie es inzwischen an vielen Orten in Deutschland und weltweit der Fall ist. Da gibt es Rosen- und Lavendellabyrinthe, Rasen- und Steinlabyrinthe. Schöne Beispiele finden Sie auf dieser Internetseite.

Der Gottesdienst, den wir am 3. Juni dieses Jahres auf dem Gelände der Gärtnerei Stockert gefeiert haben, hat mich darin bestärkt, in diese Richtung weiter zu denken. Das Handschuhsheimer Feld ist neben einer gewachsenen und sich stetig wandelnden Kulturlandschaft auch ein wichtiges Naherholungsgebiet. Viele Spaziergängerinnen, Jogger und Walkinggruppen drehen dort regelmäßig ihre Runden, mit und ohne Hund.

In einem Labyrinth könnten sie und viele andere neben frischer Luft, offenem Himmel und den sich je nach Jahreszeit wandelnden Äckern, Feldern und Wiesen auch spirituell Kraft tanken. Das passiert nämlich beim Abschreiten eines Labyrinths. Der vorgegebene Weg mit seinen zahlreichen Windungen und Wendungen wird durchlässig für die eigenen Lebenswege mit ihren Umwegen und zusätzlichen Schleifen, die manchmal weit weg von einem Ziel und doch zielstrebig zu einer Mitte führen.

Photo by Ashley Batz/Unsplash

Photo by Markus Spiske/Unsplash

Das Labyrinth könnte Teil eines großen Kirchengartens im Feld werden. Kindergartenkinder könnten dort Kräuterschnecken anlegen oder Gemüse anbauen. Der Waldtreff könnte seine Angebotspalette zum Feldtreff erweitern und Kinder und Jugendliche zum Gärtnern und zu einem sensiblen Umgang mit Mutter Erde anleiten. Es könnte dort auch ein Demenzgarten mit Hochbeeten entstehen, der den Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn aktiviert und bei Menschen mit dementiellen Erkrankungen vielfältige Erinnerungen freisetzt.

Vielleicht haben Sie ja gute Ideen, ein Stück Land, praktische Tipps, zwei grüne Daumen, langjährige Erfahrungen als Landschaftsgärtner, die nötigen Kontakte oder einfach Lust, mit anderen zusammen Träume wahr werden zu lassen.

Dann melden Sie sich bitte bei Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs,
gerne per Mail an m.reister-ulrichs[at]ekihd.de
oder am Telefon: 06221-6560-232.

 

Ansprechpartner für ehrenamtliches Engagement

Der Arbeitskreis „Handschuhsheim hilft“

Auch in Handschuhsheim werden demnächst Flüchtlinge ankommen. Die geplante Unterkunft im Weiher wird derzeit gebaut. Schon vor einigen Monaten haben die christlichen Kirchen und der Stadtteilverein beschlossen, alles zu unternehmen, damit aus der Unterbringung der Flüchtlinge ein gutes Miteinander wird. Ein Arbeitskreis wurde gegründet. Er heißt „Handschuhsheim hilft“. Dr. Steffen Pauly ist dessen Vorsitzender, Dr. Dorothea Kaufmann die Co-Vorsitzende. Wir haben mit beiden über den Sinn und die Ziele des Arbeitskreises gesprochen. Und wir haben Friedenskirchen-Pfarrer Dr. Gunnar Garleff gefragt, warum eigentlich die Friedensgemeinde sich in dieser „politischen“ Frage engagiert und positioniert.

Herr Pauly, wie kam es zur Idee, den Arbeitskreis „Handschuhsheim hilft“ zu gründen?

Pauly: Ich weiß gar nicht, wer zuerst diese Idee hatte. Sie lag gewissermaßen in der Luft, als die Stadt im vergangenen Jahr das Konzept einer dezentralen Unterbringung in allen Stadtteilen entwickelte. Es gab ja bereits das erfolgreiche Beispiel des Asylkreises Dossenheim. Als ich Gerhard Genthner vom Stadtteilverein Anfang des Jahres meine Bereitschaft zur Mitarbeit signalisierte, hatte er bereits Gespräche geführt, auch mit den Pfarrern der Friedensgemeinde. Entscheidend für mich ist, dass der Arbeitskreis jetzt auf die solide Basis der drei Träger Stadtteilverein, Friedensgemeinde und St. Vitus gegründet ist, und dass wir als Ansprechpartner für ehrenamtliches Engagement auch von der Stadt anerkannt sind.

Mittlerweile besteht der Arbeitskreis schon mehr als 100 Tage und es haben sich auch schon mehr als 100 Ehrenamtliche gemeldet, die mithelfen wollen: Was gibt es denn zu tun?

Pauly: Die Bereitschaft zum Engagement in und für Handschuhsheim ist wirklich erfreulich und ermutigend. Es gibt viel zu tun, um zu einem friedlichen, gedeihlichen und sicheren Miteinander zu kommen. Das fängt bei der Unterstützung des Deutschlernens an und hört bei der Vermittlung von Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitangeboten noch lange nicht auf. Als Auftakt für ein gelingendes Miteinander ist zum Beispiel ein Nachbarschaftsfest geplant.
Die Hauptaufgabe des Arbeitskreises ist es übrigens, alle Projekte und Aktionen zu koordinieren, die unserer Zielsetzung entsprechen. Das heißt: wir sind jederzeit offen für neue Ideen und Vorschläge, auch wenn es um einmalige Aktionen geht, zum Beispiel ein gemeinsamer Ausflug an einem Nachmittag.

KaufmannPauly bearb

Dorothea Kaufmann und Steffen Pauly, die Vorsitzenden von „Handschuhsheim hilft“

Es wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet. Was sich hinter den Stichworten „Sport“, „Alltagshilfe“ oder „Sprache“ verbirgt, kann man sich ungefähr vorstellen. Aber worum geht es bei der „Umfeldpflege“, Frau Kaufmann?

Kaufmann: Uns ist der direkte Kontakt mit allen Handschuhsheimer/innen enorm wichtig; die Arbeitsgruppe „Umfeldpflege“ ist Kommunikationsschnittstelle, Kummerkasten und Mittler zwischen den Nachbar/innen. Sie dient als erste Anlaufstelle für die Handschuhsheimer/innen, die Fragen rund um das Flüchtlingsheim und unsere neuen Nachbar/innen haben. Gemeinsam informiert die Arbeitsgruppe z.B. Gewerbetreibende und Vereine im Weiher und darüber hinaus über die Fakten und Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsheim. Außerdem sorgt die Arbeitsgruppe für einen problemlosen Informationsfluss zwischen Stadt und Anwohner/innen und ist immer gerne bereit, mit Rat und Tat bei eventuellen Problemen zur Seite zu stehen.

Es ist die Rede von einem Sprachcafé – wie wollen Sie ein gutes Miteinander von Flüchtlingen und Anwohnern befördern? Gibt es schon konkrete Pläne?

Pauly: Wichtig ist: nicht übereinander, sondern miteinander reden. Ein Ort dafür ist ein Sprachcafé, wie es unter anderem bereits in Dossenheim betrieben wird. Wer miteinander redet, lernt eine gemeinsame Sprache, in der auch über Meinungsverschiedenheiten gesprochen werden kann. In einer gemeinsamen Sprache ist dann auch ein Austausch über die Regeln möglich, die für das gemeinsame Miteinander gelten. Außerdem bin ich überzeugt, dass ein Sprachcafé die Möglichkeit bietet, sich zu bereichern, nämlich um die Erfahrungen und Perspektiven anderer Menschen, gerade solcher aus einem anderen Kulturkreis. Unsere AG Sprache unter der Leitung von Renate Herbold sucht derzeit einen geeigneten Raum für das Sprachcafé. Wie bei anderen Plänen des Arbeitskreises auch, steht eine weitere Konkretisierung vor dem Problem, dass wir nicht wissen, wann und von wem die Unterkunft bezogen wird. Die Auskunft der Stadt ist derzeit nur „nicht vor September“.

Wo können Sie noch Hilfe gebrauchen?

Pauly: Jetzt im Moment gibt es keinen ganz konkreten Hilfsbedarf. Wie gesagt, wir wissen nicht, wann und von wem die Unterkunft bezogen wird, außer dass es um Menschen in der Anschlussunterbringung geht, die derzeit schon in einer der anderen Heidelberger Unterkünfte leben.
Um am Tag X schnell aktiv werden zu können, bitte ich dennoch alle hilfsbereiten Handschuhsheimerinnen und Handschuhsheimer, sich beim Arbeitskeis bereits jetzt zu melden und uns wissen zu lassen, welche Kompetenzen und Erfahrungen sie einbringen können. Insbesondere Menschen mit entsprechenden Sprachkenntnissen wären eine große Hilfe.

Herr Pfarrer Garleff, neben der St. Vitus-Pfarrei und dem Stadtteilverein engagiert sich besonders die Friedensgemeinde im Arbeitskreis „Handschuhsheim hilft“. Nun ist ja die deutsche Flüchtlingspolitik umstritten. Ist es da nicht gefährlich, wenn sich eine Kirchengemeinde hier so deutlich politisch engagiert und positioniert?

Dr. Gunnar GarleffPolitik gestaltet ja das Zusammenleben einer Gesellschaft. Eine Kirchengemeinde kann von ihrem biblischen Auftrag her gar nicht anders, als sich für das friedliche Miteinander Menschen im Stadtteil zu engagieren. Das ist ja das erste Ziel des Arbeitskreises, die Flüchtlinge als Menschen wahrzunehmen, die in die Nachbarschaft des Stadtteils aufgenommen werden. Wenn sich die Kirchengemeinde damit auch politisch klar pro Flüchtlinge positioniert, dann nimmt sie in gewisser Weise ihr prophetisches Amt ernst, indem sie gesellschaftspolitische
Themen kritisch und konstruktiv begleitet. Das heißt übrigens nicht, dass sie die derzeitige Flüchtlingspolitik kritiklos begleitet, denn die Tragödie auf dem Mittelmeer und die Situation der Menschen in den Flüchtlingslagern ist alles andere als gut.
Die Kirche ist vom Evangelium her an der Seite der Armen, der Fremden, der Notleidenden. Und es erscheint mir notwendig, dass sich die Kirche klar gegen jene Kräfte wendet, die gegen Fremde hetzen und Ängste schüren. Als Kirchengemeinde wollen wir die vorhandenen Ängste eben nicht einfach nur bestätigen oder bekräftigen, sondern Ängste und Sorgen nehmen und zwar nicht durch das Schüren von Ressentiments und Vorurteilen, sondern durch Begleitung und Vertrautmachen des Fremden und Unbekannten und auch durch Zuwendung und Stärkung jener, die sich Sorgen machen.
Der Arbeitskreis „Handschuhsheim hilft“ ist gerade deshalb so wertvoll und es ist großartig, wie viele Menschen sich derzeit schon in ihm engagieren und positionieren für Nächstenliebe, Willkommenskultur und gute Nachbarschaft.

Kontakt zum Arbeitskreis „Handschuhsheim hilft“ am einfachsten hier

Im Advent von Haus zu Haus…

Der Lebendige Adventskalender
in den Fenstern von Handschuhsheim

Zum neunten Mal veranstalten wir dieses Jahr einen Lebendigen Adventskalender,
der uns durch weite Teile der Gemeinde führt.

Kleine und große Leute sind herzlich eingeladen, in der Adventszeit allabendlich innezuhalten und die Fenster und Türen zu betrachten, die sich in unserer Gemeinde öffnen. Unabhängig davon kann, wer will, die Fenster des Kalenders abends auch bei einem Adventsspaziergang beleuchtet betrachten.
Lebendiger Adventskalender buntEs sind täglich mehr Fenster beleuchtet.

  • Wir beginnen täglich um 17.30 Uhr bei den jeweiligen Gastgebern, sonntags laden wir zu den (Kinder-) Gottesdiensten in die Kirche ein.
  • Mit Liedern, Geschichten oder einem kleinen Rollenspiel, Lesungen und Gebeten wird allabendlich eine kleine Andacht gestaltet.
  • Dauer ca. 20 bis 30 Minuten.
  • Alles findet im Freien statt, bitte witterungsgemäß anziehen!

Wir freuen uns auf viele schöne Begegnungen!

Haben Sie Lust, noch ein lebendiges Adventsfenster zu gestalten? Ein paar Termine sind noch offen (s.u.). Zum Beispiel am 2. Dezember. Wenn Sie sich engagieren wollen: Kurze Mail an friedensgemeinde[at]ekihd.de

An diesen Orten in Handschuhsheim öffnen sich die lebendigen Adventskalender-Fenster:

Di, 01.12.: Pfarrgarten an der Friedenskirche

Mi, 02.12.: noch offen

Do, 03.12.: Altenheim Philippus (im Garten), Zeppelinstr. 9

Fr, 04.12.: Heiligenbergschule, Berliner Straße/Schubertstraße

Sa, 05.12.: Max-Reger-Str. 31

So, 06.12.: Advents (Kinder-)Gottesdienst

Mo, 07.12.: Rummerweg 1

Di, 08.12.: Pfarrgasse 41

Mi, 09.12.:, Heiligenbergstr. 17a

Do, 10.12.: Gemeindehaus an der Friedenskirche, Zirkus Prisma

Fr, 11.12.: Froschäckerweg 6

Sa, 12.12.: Handschuhsheimer Landstr. 64

So, 13.12.: Advents (Kinder-)Gottesdienst

Mo, 14.12.: Richard-Wagner-Str. 6

Di, 15.12.: Tiefburgschule, pädaktiv

Mi, 16.12.: Friedenskirche, vor dem Gemeindehaus

Do, 17.12.: Kindergarten der Friedensgemeinde, Tischbeinstr. 66

Fr, 18.12.: Zeppelinstr. 60

Sa, 19.12.: Pfarrhaus West, Tischbeinstraße 66

So, 20.12.: Advents (Kinder-)Gottesdienst

Mo, 21.12.: An der Tiefburg 4

Di, 22.12. Kindergarten der Friedensgemeinde, Mühltalstr.

Mi, 23.12. Vor der Friedenskirche

An Körper und Geist gut betreut

Ehrenamtliche Helfer gesucht für
ältere Menschen in unserer Gemeinde

Evangelische Einrichtungen starten neues Projekt
„Diakonisches Übergangsmanagement“

Auch in unserer Gemeinde leben immer mehr ältere Menschen alleine und ohne familiäres soziales Umfeld. Zusammen mit anderen kirchlich-diakonischen Trägern will die Friedensgemeinde den Menschen vor Ort mehr als professionelle Hilfe und Pfliege bieten. Deshalb suchen wir Menschen, die ältere und hilfsbedürftige Menschen begleiten wenn der Alltag mühsamer und die Kontaktmöglichkeiten weniger werden.

Diplom-Sozialarbeiterin Esther Süs betreut das neue Projekt „Diakonisches Übergangsmanagement“. Darüber haben wir mit ihr gesprochen:

 

Frau Süs, das Projekt „Diakonisches Übergangsmanagement“ ist neu in Handschuhsheim. Es wird getragen von der Evangelischen Stadtmission, dem Diakonischen Werk, der Evangelischen Kirche in Heidelberg und der Friedensgemeinde in Handschuhsheim. Worum geht es bei diesem Projekt?

Esther Süs betreut das Projekt „Diakonisches Übergangsmanagement“ – Foto: Süs

Ein erklärtes Ziel der genannten Einrichtungen ist es, ihre Zusammenarbeit weiter zu vernetzen und diakonische Aufgaben gemeinsam wahrzunehmen. Für die Friedensgemeinde bietet sich die Chance, ihre kirchliche Begleitung von älteren Menschen zu stärken.
Gerade im Bereich der Alten- und Krankenhilfe engagieren sich bereits alle genannten Träger hier in Handschuhsheim und bieten professionelle Hilfe durch die Nachbarschaftshilfe der Friedensgemeinde, durch die Diakoniestation mit den Alltagshilfen, durch das Altenpflegeheim Haus Philippus und durch das Krankenhaus Salem an. Durch die stärkere Vernetzung der Dienste kann für ältere und kranke Menschen so eine Versorgungskette aus „einer Hand“ angeboten werden. Im Blickpunkt dabei sind vor allem die Situationen, in denen eine besondere Begleitung notwendig ist – an den Übergängen ins Krankenhaus und nach Hause, in die Kurzzeitpflege und zurück nach Hause oder auch der Umzug ins Pflegeheim. Das Angebot der professionellen Dienste soll dabei durch ehrenamtliche Begleiter unterstützt werden, die auch den Bezug zur Friedensgemeinde aufrechterhalten können.

Menschen sollen an „Körper und Geist gut betreut“ sein, so heißt es im Projekt-Flyer. Wie genau läuft diese Betreuung ab? Wer kann dieses Hilfsangebot nutzen?

Wie schon beschrieben stehen professionelle Dienste für die Übernahme von Hilfe und Pflege bereit. Aber ältere Menschen brauchen in diesen Übergangssituationen auch Begleiter, die ihren Bedürfnissen nach Gesprächen, persönlicher Zuwendung und Zuspruch gerecht werden. Genau diese Begleitung wollen wir durch den Einsatz von Ehrenamtlichen anbieten. Die Ehrenamtlichen werden die Menschen im Krankenhaus, in der Kurzzeitpflege, zu Hause oder im Pflegeheim besuchen und ihre Begleitung und Unterstützung anbieten. Nutzen können dieses kostenlose Angebot alle älteren Menschen, die hier in Handschuhsheim wohnen, unabhängig davon, ob sie der Friedensgemeinde angehören oder nicht.

Sie suchen ehrenamtliche Begleiter. Welche Menschen wollen Sie ansprechen?

Wir suchen Menschen, die sich vorstellen können, ältere Menschen in diesen Übergangssituationen über einen kürzeren oder auch längeren Zeitraum zu begleiten. Dies können vielleicht Menschen sein, die gerade in den Ruhestand gegangen sind und nun neue Aufgaben suchen oder Menschen, deren familiäre Situation sich geändert hat und die nun wieder mehr Zeit haben. Wichtig ist, dass die Bereitschaft da ist, sich auf ältere Menschen einzulassen, sich mit den nachlassenden Fähigkeiten von älteren Menschen auseinander zu setzen und ihnen vor allem Verständnis und Wertschätzung entgegenbringen.

Und was ist die Aufgabe dieser Begleiter?

Die Aufgaben der ehrenamtlichen Begleiter ist vor allem, den Menschen zu vermitteln, dass sie als verlässliche und verständnisvolle Ansprechpersonen zur Verfügung stehen, dass sie zuhören und Mut zusprechen können und bei Bedarf auch den Kontakt zu professionellen Diensten und Beratungsstellen herstellen können sowie auch den Kontakt zu den Pfarrern und Seelsorgern. Die ehrenamtlichen Begleiter werden selbst keine Dienstleistungen erbringen, dafür gibt es die entsprechenden Dienste und Einrichtungen.
Wir werden die ehrenamtlichen Begleiter aber nicht alleine mit diesen Aufgaben lassen, sondern als Projektleitung werde ich für die ehrenamtlichen Begleiter jederzeit für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen. Auch werden wir uns regelmäßig treffen, um unsere Erfahrungen auszutauschen und unsere Aufgaben zu reflektieren.

Sie bieten auch Beratung und Schulungen an. Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden dabei vermittelt?

Wir werden uns bei den Schulungen mit Fragen zum Alter(n) auseinander setzen, wie z.B. „Älterwerden in Deutschland, Heidelberg, Handschuhsheim….- was hat sich verändert“ oder „Einschränkungen durch gesundheitliche und altersbedingte Ursachen“. Weitere Themen werden auch die Beschäftigung mit dem Thema Diakonisches Handeln und der eigenen Motivation zum ehrenamtlichen Engagement sein. Dann kommen auch ganz praktische Dinge dazu, wie z.B. „Wer bietet welche Hilfen für ältere Menschen an“ und natürlich auch die Finanzierungsmöglichkeiten solcher Hilfen.
Und einer Schulungseinheit wird es auch um das wichtige Thema Kommunikation gehen, sowie um das Thema „Nähe und Distanz“, um den Ehrenamtlichen auch Hilfestellung für schwierigere Situationen anzubieten.

Frau Süs, was denken Sie: Warum lohnt es sich, sich bei dem Projekt als Ehrenamtlicher zu engagieren?

Ich denke, dass dieses Projekt für Ehrenamtliche eine sinnvolle und abwechslungsreiche Aufgabe darstellt. Gerade der Umgang mit älteren Menschen, ist sehr bereichernd und kann auch für das eigene Leben und das eigene Älterwerden hilfreich sein.
Im Umgang mit den älteren Menschen selbst, kann der Ehrenamtliche im Einzelfall einen großen Beitrag dazu leisten kann, dass eine Rückkehr aus dem Krankenhaus oder Kurzzeitpflege in das gewohnte Umfeld gelingt, dass die Selbstständigkeit erhalten oder wieder erlangt wird, dass der Verbleib in der eigenen Wohnung möglich ist oder das Einleben im Pflegeheim positiv erlebt wird.

Wenn jemand sagt: Da möchte ich gerne mithelfen – an wen kann er oder sie sich wenden?

Interessierte Personen können sich gerne direkt an mich wenden – per Telefon (06221-417-663) oder Email (esther.sues[at]stadtmission-hd.de). In einem persönlichen Gespräch können wir uns dann näher kennenlernen und ich kann weiterführende Informationen zum Projekt geben und Fragen beantworten.
Man kann sich auch an das Pfarramt der Friedensgemeinde wenden, die Anfragen werden an mich weitergeleitet und ich nehme dann Kontakt mit den Interessenten auf.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Süs.

Für alle, die sich für dieses Projekt interessieren und mehr darüber erfahren wollen, laden wir zu den beiden Informationsveranstaltungen im Gemeindehaus an der Friedenskirche ein:
am Montag, 21.9.2015 um 15.00 Uhr und am Mittwoch, 23.9.2015 um 19.00 Uhr.

Weitere Informationen zum Projekt „Diakonisches Übergangsmanagement“ finden Sie auf unserer Website sowie in den Projekt-Flyern, die in der Friedenskirche und im Gemeindehaus ausliegen.

Auf dem letzten Weg nicht allein – Trauerbegleiter gesucht

Den letzten Weg geht jeder Mensch allein, heißt es oft. Seit einigen Jahren wird dieser Satz auf ganz eigene Weise traurige Realität. Ein neues Projekt soll hier Abhilfe schaffen. Dafür werden ehrenamtlich Engagierte gesucht.

106_3907_RGB

Es ist ein neuer Trend der vergangenen Jahre: Es steigt die Zahl von Trauerfeiern auf Heidelberger Friedhöfen, bei denen nur wenige oder gar keine Angehörigen dabei sind.

Eine Initiative des Beirats für Kirchenmusik möchte versuchen, hier zu helfen.

 

Gesucht werden Ehrenamtliche aus dem gesamten Kirchenbezirk, die sich bereit erklären, zu solchen Feiern zu kommen und so den Verstorbenen und die wenigen Angehörigen auf dem letzten Weg zu begleiten. Wer sich prinzipiell zu diesem Engagement bereit erklärt, wird gegebenenfalls per Rundmail benachrichtigt.

106_4604_RGBDurch ihre Anwesenheit sorgen die ehrenamtlichen Trauerbegleiter dafür, dass Gemeindegesang möglich ist, dass die Angehörigen nicht gar so „verloren“ in der Kapelle sitzen und dass die Beerdigung einen würdigen Rahmen hat. Das Singen ist seit jeher wichtiger und trostspendender Bestandteil christlicher Bestattungen. Oft sehen sich Angehörige aber außer Stande, in ihrer Trauer selbst ein Lied anzustimmen. Hier hilft eine kleine Gruppe von Menschen, die den Trauernden den Rücken stärkt.
Am kommenden Samstag, 14. Februar treffen sich um 15 Uhr Interessierte zu einem Informationsgespräch im Chorsaal an der Friedenskirche.

 

Wer gerne mithelfen möchte, aber zu diesem Treffen nicht kommen kann, möge sich bitte unter der E-Mail-Adresse stadtkantorat[at]ekihd.de melden.

153_3101_RGB

(Fotos: Okapia (2) / Lotz)